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vermocht hätte, ſeiner Thränen zu wehren, ſondern mit ihm geweint haben würde. Jetzt aber beruhigte ſte ihn mit ſanften und zäértlichen Worten, lächelte über ſeinen Einfall, daß ſie ſich je trennen könnten, und neckte ihn deßhalb mit heiteren Scherzreden. Er wurde bald wieder ruhig und verfiel in Schlaf, ſich ſelbſt leiſe zuſingend, wie ein kleines Kind. Er erwachte neugeſtärkt und Beide nahmen ihre Wan⸗ derung wieder auf. Der Weg war lieblich: er führte durch ſchöne Auen und Fruchtfelder, ob denen hoch am klaren, blauen Himmel ſich die Lerche wiegte und ihr frohes Liedchen trillerte. Die Luft führte ihnen die Düfte zu, welche ſie unterwegs gefunden, und die Bienen, getragen von ihrem würzigen Odem, ſummien in ſchläfrigem Behagen, als ſie vorüberſchwammen.
Sie befanden ſich nun in dem offenen Lande;
Häuſer gab es nicht viele, und auch dieſe ſtanden in langen, oft meilenweiten Zwiſchenräumen. Hin und wieder trafen ſie auf eine Gruppe armſeliger Hütten, deren offene Thüren zum Theil durch eine Bank, oder ein niedriges Brett verlegt waren, um die herumkrabbelnden Kinder von der Straße abzu⸗ halten, während man andere geſchloſſen hatte, weil die ganze Familie auf dem Felde arbeitete. Dieſes war oft der Anfang eines kleinen Dorfes, hinter denen man in einiger Entfernung auch die Werk⸗ ſtätte eines Wagners, oder die Eſſe eines Hufſchmieds traf; dann kam vielleicht eine blühende Meierei,
wo ſchläferige Kühe in dem Hof herumlagen, wäh⸗


