Der alte Herr entgegnete, er fühle ſich über⸗ zeugt, daß ſie es dürften. Dann ſchien wieder ein Händeſchütteln ſtattzufinden, und als dieß vorüber war, ſagte der alte Herr, er ſollte es zwar nicht ſagen, aber er glaube, nie habe ein Sohn ſeinen Eltern mehr zur Freude gelebt, als Abel Garland den ſeinigen.
„Wir, ſeine Mutter und ich, haben uns erſt ſpät im Leben geheirathet, Sir, nachdem wir lange genug auf günſtige Glücksverhältniſſe gewartet— wir kamen bereits nicht mehr jung zuſammen: und trotz dem doch noch mit einem Kinde geſegnet werden — nun, das iſt doch gewiß eine Quelle großen Glücks für uns Beide, Sir.“ 65
„Begreiflich— das unterliegt gar keinem Zwei⸗ fel,“ verſetzte der Notar mit ſympathiſirender Stimme; „und die Betrachtung ſolcher Fügungen läßt mich mein Geſchick beklagen, das mich zu einem Hageſtolz beſtimmt hat. Ich kannte einmal eine junge Dame, Sir, die Tochter eines Handlungshauſes von größter Reſpectabilität— doch das iſt eine Schwäche. Chuck⸗ ſter, bringen Sie Herrn Abels Lehrcontract herein.“
„Sie ſehen, Herr Witherden,“ ſagte die alte Dame,„daß Abel nicht wie der große Haufe anderer
junger Leute aufgewachſen iſt. Er hatte immer eine
Freude an unſerer Geſellſchaft und war immer bei uns. Abel iſt nie von dem Elternhaus abweſend geweſen— keinen Tag; nicht wahr, mein Lieber?“ „Nie, mein Schatz,“ entgegnete der alte Herr,


