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geringſte Geberde, als könnte er meine Gedanken leſen. Aus der ungeheuern Zahl von Gegenſtänden, welche in raſcher Reihenfolge vor unſeren Augen
vorbeigleiten, wählen wir häufig einen und denſelben
für unſere Beobachtungen und Bemerkungen aus, und wenn ſich einer dieſer kleinen Zufälle ereignet, ſo ſtrahlt wenigſtens für eine halbe Stunde ein Zug von Freude über ſein Antlitz, den ich nicht zu be⸗ ſchreiben vermag.
Das häuſige Einkehren in ſeinem Innern hat ihn zu einem tiefen Denker gemacht, und durch ſeine leb⸗ hafte Einbildungskraft wird es ihm leicht, ſeltſame Ideen zu erfaſſen und anzuſpinnen,— ein Umſtand, durch den er für unſere kleine geſchloſſene Geſellſchaft unſchätzbar wird und unſere beiden Freunde oft in großes Erſtaunen verſetzt. Weſentliche Unterſtützung verleiht ihm hiebei eine große Pfeife, die, ſeiner Verſicherung zufolge, vordem das Eigenthum eines deutſchen Stu⸗ denten war. Mag dem nun ſeyn, wie ihm wolle, — jedenfalls hat ſie ein ſehr alterthümliches und geheimnißvolles Ausſehen, und ihr Umfang iſt ſo bedeutend, daß er vierthalb Stunden braucht, um ſie auszurauchen. Ich habe Grund, zu glauben, daß mein Barbier, der die Hauptautorität eines Häufleins von Klatſchbrüdern i*ſt, welche ſich jeden Abend hart neben uns in dem Laden eines kleinen Tabakshändlers verſammeln, von dieſer Pfeife und den auf den Kopf geſchnitzten wunderlichen Figuren Anekdoten erzählte, ob denen allen Rauchern der


