Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
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Wein, welche man ihm vorgeſetzt hatte, blieb lange unberührt ſtehen, bis er endlich mit bebender Hand ein Glas füllte und es an ſeine Lippen brachte. Irgend ein zarter Wunſch, dem er ſonſt an dieſem Tage Worte zu leihen pflegte, oder irgend ein theu⸗ rer Name, dem er einen Toaſt zu bringen gewöhnt war, zitterte einen Augenblick auf denſelben. Er ſtellte das Glas raſch nieder,— erhyb es noch ein⸗ mal,— ſtellte es wieder hin,— drückte die Hand vor ſein Geſicht,— ja— und Thränen ſtahlen ſich ihm die Wangen herunter, deß bin ich gewiß.

Ohne mich mit einer Ueberlegung aufzuhalten, ob ich recht thue oder nicht, ging ich durch das Zimmer, ſetzte mich an ſeiner Seite nieder und legte leiſe meine Hand auf meinen Arm.

„Mein Freund,“ begann ich,„Verzeihung, wenn ich Sie bitte, von den Lippen eines alten Mannes Troſt und Zuſpruch anzunehmen. Seyen Sie ver⸗ ſichert, daß ich Ihnen nichts vorzupredigen gedenke, was ich nicht durch Erfahrung erprobt habe. Wel⸗ cher Kummer Sie auch drücken möge, laſſen Sie den Muth nicht ſinken,— ich bitte, ſeyen Sie guten Muths.“

„Ich ſehe,“ verſetzte er,„daß es Ihnen Ernſt i*ſt, und bin feſt überzeugt, daß Sie es gut meinen; aber— u

Ich nickte mit dem Kopfe, um ihm dadurch anzudeuten, daß ich wohl wiſſe, was er ſagen wolle, denn ich hatte bereits aus einem gewiſſen ge⸗