Mit dieſen Worten zog er ſeinen Dolch und ſtürzte auf den Fremden los. 1
Dieſer hatte um der Unterſuchung willen, noch ehe ein Wort gewechſelt wurde, ſeine Waffe aus der Scheide gezogen. Er führte einen Stoß auf ſeinen Feind, aber der Dolch, welchen Graham in ſeiner Linken hielt, hatte, wie es damals üblich war, ein breites Blatt, womit derartige Stöſſe parirt werden konnten, und ſo wurde die Degenſpitze bei Seite ge⸗ drängt. Jetzt waren ſie dicht an einander. Der Dolch fiel klirrend zur Erde, und Graham, der den Händen ſeines Gegners den Degen entwand, ſenkte die Spitze deſſelben in ſein Herz. Als er die Waffe wieder herauszog, brach ſie entzwei und ein Stück blieb in der Leiche des Mannes ſtecken.
All' dieß geſchah ſo ſchnell, daß die Umſtehen⸗ den erſtaunt zuſahen, ohne daß ſie einen Verſuch machten, ſich in's Mittel zu legen; der Mann lag jedoch kaum am Boden, als ein furchtbares Geſchrei die Luft zerriß. Der Diener ſtürzte durch das Thor und rief, ſein Herr, ein Edelmann, ſey von einem
Bürger angegriffen und erſchlagen worden. Die
Nachricht flog raſch von Munde zu Munde; die St. Paul's Cathedrale, jeder gewöhnliche Buchladen, jede Tabagie in der Nähe des Kirchhofs ſchütteten einen Strom von Cavalieren ſammt ihrem Gefolge aus, die ſich zu einer dichten tumultuariſchen Maſſe vereinigten und ſich mit dem Schwerte in der Fauſt nach der Stelle Bahn brachen.


