Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
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denn ſeine Tochter ſey in's Ausland geflüchtet wor⸗ den. Dieß ſtellte ſich auch ſpäter als wahr heraus, denn nach mehreren Jahren langte aus Frankreich ein Brief von ihrer Hand an. Er war mit zittern⸗ der Schrift und faſt unleſerlich geſchrieben, und man konnte nichts weiter herausbringen, als daß ſie oft an die Heimath und an ihr altes, liebes, trauliches Gemach denke daß ihr geträumt hätte, ihr Vater ſey, ohne ſie zu ſegnen, hingeſchieden, und daß ihr Herz brechen wolle.

Der arme, alte Bogenmacher ſchwand ſichtlich dahin; Hugh durfte ihn nie verlaſſen, denn er wußte jetzt, daß Letzterer ſeine Tochter geliebt hatte, und dieß war noch das einzige Kettenglied, welches ihn an die Erde knüpfte. Endlich brach auch dieſes, und er ſtarb, indem er ſeinem alten Lehrling ſein Geſchäft und ſeinen ganzen Reichthum hinterließ, zugleich aber auch ihm auf dem Sterbebette die feierliche Aufgabe machte, ſein Kind zu rächen, wenn ihm je der Elende, der ihr Unglück verſchuldet, in den Weg träte.

Seit Alice geflohen, wußten die Stechbahn, die Felder, der Fechtboden und die Sommerabendbeluſti⸗ gungen nichts mehr von Hugh. Sein Lebensmuth war erſtorben. Er hob ſich zu hoher Auszeichnung und Achtung unter den Bürgern, aber man ſah ihn ſelten lächeln, und nie miſchte er ſich in ihre Be⸗ luſtigungen und Gelage. Seine Tapferkeit, Men⸗ ſchenfreundlichkeit und Edelherzigkeit machten ihn bei Allen beliebt. Aber auch Mitleid zollten ihm die⸗