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hervorlocken und eine Krumme Troſt oder ein Kernchen Gutes in dem gewöhnlichſten oder unbeachtetſten Stoffe finden, der durch unſern Schmelztiegel wan⸗ dert. Geiſter vergangener Zeiten, Gebilde der Phan⸗ taſie und die Menſchen der Gegenwart ſind gleicher⸗ maßen Gegenſtände unſeres Suchens; und ungleich dem Forſchungsmaterial der meiſten Philoſophen, können wir verſichern, daß ſie auf unſer Gebot er⸗ ſcheinen. 8
Der taube Herr und ich begannen anfangs unſere Tage mit ſolchen Phantaſiegebilden, und un⸗ ſere Nächte durch den gegenſeitigen Austauſch derſelben zu betrügen. Wir ſind jetzt unſerer vier. In mei⸗ nem Zimmer ſtehen jedoch ſechs alte Stühle, und wir haben uns entſchloſſen, daß die zwei leeren Sitze bei unſern Zuſammenkünften ſtets an den Tiſch ge⸗ ſetzt werden ſollen, um uns daran zu erinnern, daß ſich unſere Geſellſchaft bis zu dieſer Zahl erweitern darf, ſobald wir zwei Menſchen nach unſerem Sinne finden. Wenn einer von uns ſtirbt, wird ſein Stuhl
wir alle todt ſind, das Haus geſchloſſen werden und man die leeren Stühle an ihren gewohnten Plätzen laſſen ſolle. Es liegt etwas Augenehmes ſogar in dem Gedanken, daß ſich unſere Schatten vielleicht wie vordem verſammeln und einen geſpenſtigen Ver⸗ kehr unterhalten.
Boz. XI. Humphrey's Wanduhr. 2


