ſich lieber auf ſie, als auf die Sonne verlaſſen. Doch ſind dieß nicht die einzigen Auszeichnungen, welche ihr zu Theil werden, denn es wurde ihr(mit Freude ſage ich es) noch eine andere erwieſen, welche ſie unzertrennlich nicht nur mit meinen eigenen Erheite⸗ rungen und Betrachtungen, ſondern auch mit denen anderer Leute verbindet, wie man ſogleich hören wird.
Ich lebte hier lange Zeit ohne einen Freund oder Bekannten allein. Da ich bei Tag und Nacht, zu allen Stunden und Jahreszeiten in den Straßen der City und den ruhigern Theilen der Gegend um⸗ herzuwandern pflegte, ſo wurde ich mit manchen Geſichtern bekannt, und mein Herz fühlte ſich ſchmerz⸗ lich getäuſcht, wenn ich ſie einmal nicht an ihren gewohnten Plätzen fand. Dieß waren jedoch die einzigen Freunde, die ich kannte, und außer ihnen hatte ich keine.
Es traf ſich indeſſen im Laufe der Zeit, daß ich mit einem tauben Herrn eine Bekanntſchaft anknüpfte, welche bis zur Innigkeit und warmen Vertrautheit heranwuchs, obgleich ich bis zu dieſer Stunde noch nicht einmal ſeinen Namen kenne. Ich weiß nicht, war es Laune, was ihn veranlaßte, denſelben zu verhehlen, oder hatte er ſeine Gründe, ſo zu han⸗ deln,— jedenfalls fühle ich, daß er ein Recht hat, eine Erwiederung des Vertrauens, das er in mich geſetzt, zu fordern, und da er es nie verſuchte, mei⸗


