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Doch reden wir nicht mehr davon,— all' dieſer kindiſche Schmerz gehört der Vergangenheit an. Der Rückblick iſt übrigens nicht ohne Nutzen für mich, da
er einigermaßen dazu beiträgt, es zu erklären, warum ich mein Lebenlang den ſeelenloſen Gegenſtänden, welche mein Gemach bevölkern, ſo zugethan war, und wie es kam, daß ich ſie lieber für alte und be⸗ ſtändige Freunde anſah, als für bloße Stühle und Tiſche, die man nach Gutdünken um einiges Geld wieder erſetzen kann.
Die erſte und vorzüglichſte unter all' dieſen iſt meine Wanduhr,— meine alte, heitere, geſellige Wanduhr. Wie kann ich je Anderen einen Begriff davon geben, welchen Troſt und welche Behaglichkeit ich ihr ſchon ſeit Jahren verdanke!
An ſie knüpfen ſich meine früheſten Erinnerun⸗ gen. Sie hatte ſeit faſt ſechzig Jahren ihren Platz an der Treppe unſeres Hauſes,(mechaniſch nenne ich es immer noch ſo), und ich liebe ſie darum. Aber nicht gerade deßhalb, oder weil ſie ein wunderliches, altes Ding in einem ungeheuern eichenen, mit ſelt⸗ ſamem Schnitzwerk reich verzierten Kaſten iſt, ſchätze ich ſie ſo hoch, ſondern weil ich ſie mir gerne als lebend denke und zu der Annahme geneigt bin, ſie verſtehe mich und erwiedere meine Liebe zu ihr.
Und welcher Gegenſtand, der kein Leben beſitzt, vermöchte es ſo ſehr, mich zu erfreuen, als ſie? Welcher andere Gegenſtand ohne Leben,(ich will nicht ſagen, wie wenige mit Leben), hätte ſich mir


