Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
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muthigen Jungfrau, als in dem veränderten Tone das unſichere Auftreten eines gebrechlichen Alten.

Wer gerne von prunkenden Gemächern und prachtvollem Möbelwerk liest, wird nur wenig Ge⸗ ſchmack an einer umſtändlichen Beſchreibung meiner einfachen Behauſung finden; aber ſie iſt mir aus demſelben Grunde theuer, welcher ſie für andere un⸗ bedeutend macht. Ihre vom Wurm durchbohrten Thüren, die niederen, mit ſchwerfalligem Gebälke durchzogenen Decken, die getäfelten Wände, die dun⸗ keln Stiegen, die offenen Cabinette, die kleinen Kam⸗ mern, welche durch Wendeltreppen oder ſchmale Stie⸗ gen mit einander in Verbindung ſtehen, die vielen Niſchen, welche kaum größer als Wandſchränke ſind, ſelbſt der Staub und das Düſter all' dieß hat einen eigenthümlichen Reiz für mich. Motten und Spinnen ſind meine beſtändigen Miethsleute, denn die eine wärmt ſich bei mir in ihren langen Schlaf und die andere webt geſchäftig ihr luftiges Haus, ohne eine Störung zu erleiden. In Sommertagen macht es mir Freude, Betrachtungen darüber anzu⸗ ſtellen, wie viele kleine Staubflügler der Strahl der Sonne und des Lichtes wohl zum erſtenmale aus irgend einer dunkeln Ecke dieſer alten Wände hervor⸗ gelockt hat.

Als ich vor vielen Jahren hieherzog, hätten die Nachbarn gar zu gerne wiſſen mögen, wer ich wäre, woher ich käme und warum ich ſo allein lebte. Die

Zeit verſtrich jedoch, ohne daß ſie Aufklärung erhalten