114 David Kopperfield.
Und ſiehe da, der Doctor, ſtets unſer guter Freund, fleißig mit ſeinem Wörterbuche(etwa um den Buch⸗ ſtaben D herum) beſchäftigt und glücklich in ſeinem Haus⸗ halte und mit ſeiner Gattin. Ebenſo der Alte Soldat, auf beträchtlich reducirtem Fuße und durchaus nicht mehr ſo einflußreich als in der alten Zeit.
Zuletzt komme ich zu meinem lieben alten Freunde Traddles. Er arbeitet in ſeiner Wohnung im Tempel und hat das Ausſehen Jemandes, der ſehr beſchäftigt iſt, und ſeine Haare ſind(wo ſie nicht einer Glatze Platz gemacht haben) durch die ſtete Reibung ſeiner Ad⸗ vocatenperrücke aufſtändiſcher wie je gemacht worden. Sein Tiſch iſt mit dicken Säulen von aufgeſtapelten Papieren bedeckt, und ich ſage, indem ich mich umſehe:
„Wenn Sophie jetzt Dein Schreiber wäre, Tradd⸗ les, ſo würde ſie genug zu thun haben.“
„Da kannſt Du Recht haben, mein lieber Kopper⸗ field! Aber es waren doch auch ſchöne Tage damals in Holborn Court. Oder etwa nicht?“
„Du meinſt, damals, wo ſie ſagte, Du würdeſt zum Richter ernannt werden? Aber freilich, damals war's nicht Stadtgeſpräch.“
„Auf jeden Fall werde ich,“ ſagt Traddles,„ſollte ich je einer werden—“
„Tauſend, Du weißt ja, daß Du's wirſt.“
„Nun denn, mein lieber Kopperfield, ſobald ich
einer bin, werde ich die Geſchichte erzählen, wie ich ge⸗ ſagt habe.“
Wir gehen fort, Arm in Arm. Ich bin im Be⸗ griffe, bei Traddles an einem Familienſchmäuschen Theil zu nehmen. Es iſt Sophiens Geburtstag, und auf unſerm Wege unterhält ſich Traddles mit mir über das glückliche Fortkommen, deſſen er ſich erfreut hat.


