Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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106 David Kopperfield.

ments den Verſuch zu machen, unſerm ausgezeichneten Mitbürger durch die glatt dahinfließenden Perioden ſei⸗ ner ſchön geglätteten und reich ausgeſchmückten Rede zu folgen. Es genüge die Bemerkung, daß dieſelbe ein Meiſterſtück der Beredſamkeit war, und daß jene Stellen, in welchen er genauer ſeine eigne erfolgreiche Laufbahn bis zu ihrer Quelle ſchilderte und den jün⸗ gern Theil ſeiner Zuhörer warnte, jemals pecuniäre Verpflichtungen einzugehen, welche zu liquidiren ſie nicht im Stande ſeien, ſelbſt in das männlichſte Auge unter den Verſammelten eine Thräne brachte. Die übrigen Toaſte galten dem Doctor Mell, der Mrs. Mi⸗ rawber(welche ihren Dank durch eine anmuthige Ver⸗ beugung aus der Seitenthür ausſprach, wo als Zeugen und zugleich als Zierden des wohlthuenden Schauſpiels ein Blumenkranz ſchöner Damen auf Stühlen erhöht war), der Mrs. Ridger Begs(geborne Miß Micaw⸗ ber), der Mrs. Mell, dem Herrn Wilkins Micaw⸗ ber junior(welcher ein convulſiſches Gelächter in der Geſellſchaft hervorrief, indem er humoriſtiſch bemerkte, daß er ſich nicht im Stande ſähe, ſich in einer Rede zu bedanken, es aber mit ihrer Erlaubniß in einem Liede thun wolle), der Familie Micawber, wohl bekannt, wie nicht erſt zu bemerken nöthig, im Mutterlande u. ſ. w. u. ſ. w. Nach Beendigung dieſer Vorgänge wurden die Tiſche wie durch Zauber weggeſchafft, um Raum zum Tanzen zu gewinnen. Unter den Verehrern Terpſichorens, welche ſich ergötzten, bis der Sonnengott ſie zum Gehen mahnte, waren Herr Wilkins Micaw⸗ ber junior und die liebenswerthe und hochgebildete Miß Helena, die vierte Tochter Doctor Mells, beſonders merkwürdig. 1