Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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100 David Kopperfield.

Emilie, ſagte er;nachdem Sie ſie verlaſſen hatten, Madame und nie hörte ich ſie ihr Gebet ſprechen des Nachts, auf der andern Seite von der Se⸗ geltuchwand, nachdem wir uns im Buſche niedergelaſſen hatten, wo ich nicht Ihren Namen gehört hätte und nachdem ſie und ich Musje Davchen aus dem Geſichte verloren hatten, bei jenem glänzenden Sonnenunter⸗ gange war ſie ſo niedergeſchlagen, daß, wenn ſie damals gewußt hätte, was Musje Davchen ſo gütig und vorſorglich uns vorenthalten hat, ſie ſich meiner Meinung nach zu Tode gehärmt hätte. Aber da wa⸗ ren etliche arme Leute an Bord, die krank waren, und die that ſie pflegen; und da waren auch Kinder bei unſerer Geſellſchaft, und ſie pflegte auch die, und ſo hatte ſie Beſchäftigung und fand Gelegenheit, Gutes zu thun, und das half ihr.

Wenn war's, wo ſie zuerſt davon hörte? fragte ich.

Ich hielt es vor ihr verborgen, nachdem ich's ge⸗ hört hatte, ſagte Mr. Peggotty,beinahe ein ganzes Jahr. Wir wohnten damals an einem einſamen Orte, aber unter den allerſchönſten Bäumen, und Roſen wuch⸗ ſen über unſer Haus weg bis'nauf ans Dach. Nun kam eines Tages, wo ich bei dem Bearbeiten des Lan⸗ des war, ein Reiſender aus unſerm alten Norfolk oder Suffolk in England(ich beſinne mich nicht recht mehr, welches es war) und natürlich nahmen wir ihn in un⸗ ſer Haus und gaben ihm zu eſſen und zu trinken und zeigten ihm, daß er uns willkommen wäre. Wir Alle thun das in der ganzen Colonie. Er hatte eine alte Zeitung bei ſich und noch'ne andere Beſchreibung von dem Sturm. Das iſt's, woher ſie's wußte. Wie ich Abends zu Hauſe kam, da fand ich, daß ſie's wiſſen that.

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