98 David Kopperfield.
„Und dieſe hübſchen Kinderchen hier!“ ſagte Mr. Peggotty.„Auch dieſe Blümchen hier zu ſehen! Ei, Musje Davchen, Sie waren erſt ſo groß, wie das Kleinſte von dieſen, als ich Sie das erſte Mal ſah! Als Emil⸗ chen nicht größer war und unſer armer Junge eben erſt'n Junge war.“
„Die Zeit hat mich mehr verändert, als ſie Sie verändert hat, ſeitdem,“ verſetzte ich.„Aber laſſen wir dieſe lieben kleinen Schlingel zu Bett gehen, und da kein Haus in England als dieſes Sie aufnehmen darf, ſo ſagen Sie mir, wohin wir nach Ihrem Gepäck ſchicken ſollen(möchte wiſſen, ob der alte blaue Sack dabei iſt, der ſo weit mitging) und dann wollen wir über einem Glaſe von Yarmouther Grog die Nachrichten aus zehn Jahren mit einander beſprechen.“
„Sind Sie allein?“ fragte Agnes.
„Ja, Madame,“ antwortete er, ihr die Hand küſ⸗ ſend,„ganz allein.“
Wir ließen ihn ſich neben uns ſetzen und wußten nicht, wie wir unſere Freude über ſeine Ankunft aus⸗ drücken ſollten, und als ich auf ſeine alte, wohlbekannte Stimme zu lauſchen begann, hätte ich mir einbilden können, daß er noch immer ſeine lange Reiſe fortſetze, um ſeine geliebte Nichte zu ſuchen.
„'s iſt'ne fürchterliche Menge Waſſer,“ ſagte Mr. Peggotty,„über die man weg muß, und ich kann blos vier Wochen bleiben. Aber Waſſer, beſonders wenn's ſalzig iſt, iſt mein natürliches Element, und die Freunde ſind einem theuer, und ſo kam ich hieher heuer. Das iſt'n Vers,“ ſagte Mr. Peggotty, verwundert über dieſe Entdeckung,„obwohl ich nicht die Abſicht hatte, welche zu machen.“


