Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 73

Geſellſchaft. Als es ſich gelegt, ſtand Siebenundzwanzig unter uns, als ob er ſich als der wichtigſte und ſehens⸗ würdigſte Gegenſtand in einem höchſt ſehenswürdigen Muſeum fühlte. Damit wir, die Neulinge, auf einmal über und über mit Licht überfluthet würden, wurde Be⸗ fehl gegeben, Nummer Achtundzwanzig herauszulaſſen.

Ich war bereits ſo erſtaunt, daß ich nur eine Art gelaſſener Verwunderung kundgab, als Mr. Littimer, in einem guten Buche leſend, herauswandelte.

„Nun, Achtundzwanzig,“ ſagte ein Herr mit einer Brille, der bis jetzt noch nicht geſprochen hatte,„mein guter Mann, Sie klagten letzte Woche über den Cacao. Wie iſt er ſeitdem geweſen?“

„Ich danke Ihnen, mein Herr,“ verſetzte Mr. Lit⸗ timer,„er iſt beſſer gemacht worden. Wenn ich mir die Freiheit nehmen dürfte, mein Herr, dies zu ſagen, ſo glaube ich nicht, daß die Milch, mit der er gekocht wird, ganz echt iſt; aber ich weiß wohl, mein Herr, daß man in London die Milch ſehr verfälſcht, und daß es ſchwer iſt, dieſen Artikel in reinem Zuſtande zu erhalten.“ 3

Es kam mir vor, als ob der Herr mit der Brille ſeine Achtundzwanzig als Paradepferd gegen Mr. Creakle's Siebenundzwanzig ritt; denn Jeder von ihnen nahm ſich ſeines beſondern Mannes an.

„Welcher Art iſt Ihr Gemüthszuſtand, Achtund⸗ zwanzig?“ ſagte der Fragſteller mit der Brille.

„Ich danke Ihnen, mein Herr,“ entgegnete Mr. Littimer.„Ich ſehe meine Thorheiten jetzt ein, mein Herr. Ich bin ſehr beſorgt, wenn ich jetzt an die Sünden meiner früheren Genoſſen denke, mein Herr; aber ich hoffe zuverſichtlich, ſie werden ihnen vergeben werden.“