Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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72 David Kopperfield.

daß alle Welt erſtaunt war, wie er nicht ſtolz ſei und von uns Notiz nähme.

„Nun, Siebenundzwanzig,“ ſagte Mr. Creakle, ihn mit wehmüthig bewunderndem Blicke betrachtend,„wie befinden Sie ſich heute?“

„Ich bin ſehr demüthig, mein Herr!“ erwiederte Uriah.

„Das ſind Sie allezeit, Siebenundzwanzig,“ ſagte Mr. Creakle.

Hier fragte ein anderer Herr mit außerordentlicher Angſt und Haſt:

„Sind Sie ganz bequem verſorgt hier?“

„Ja, ich danke Ihnen, mein Herr!“ antwortete Uriah Heep, nach dieſer Richtung hinblickend.„Bei Weitem bequemer hier, als ich's außen hatte. Ich ſehe meine Thorheiten jetzt ein, mein Herr. Das iſt's, was mir's hier ſo bequem macht.“

Mehrere Herren waren ſehr gerührt, und ein drit⸗ ter Fragſteller, welcher ſich vordrängte, erkundigte ſich mit tiefſtem Gefühle:

„Wie finden Sie das Rindfleiſch?“

„Danke Ihnen, mein Herr,“ erwiederte Uriah, nach der Richtung ſchauend, wo dieſe neue Stimme herkam, „es war geſtern zäher, als ich es gewünſcht hätte, aber es iſt meine Pflicht, zu dulden. Ich habe Thorheiten begangen, meine Herren,“ hier ſah er ſich mit einem milden Lächeln im Kreiſe um,„und ich muß die Fol⸗ gen ohne Murren dulden.“

Ein Gemurmel theils der Genugthuung über den himmliſchen Gnadenſtand der Seele von Siebenund⸗ zwanzig, theils der Entrüſtung über den Hausverwal⸗ ter, der ihm Urſache zur Klage gegeben(was von Mr. Creakle auf der Stelle notirt wurde), ging durch die