Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 67

„Dann werde ich ſchreiben und ihm das ſagen. Du entſinnſt Dich vermuthlich(ganz zu geſchweigen der Be⸗ handlung, die wir von ihm erfuhren) wie dieſer ſelbe Creakle ſeinen Sohn aus dem Hauſe ſtieß, und was er für ein Leben mit ſeiner Frau und Tochter führte?“

„Vollkommen,“ entgegnete Traddles.

„Und doch, wenn Du ſeinen Brief lieſeſt, wirſt Du finden, daß er der zärtlichſte Mann von der Welt ge⸗ gen Gefangene iſt, die des geſammten Index von Schand⸗ thaten überführt ſind,“ ſagte ich,„obſchon ich nicht finden kann, daß ſeine Zärtlichkeit ſich auf irgend eine andere Klaſſe geſchaffener Weſen erſtreckt.“

Traddles zuckte die Achſeln und war durchaus nicht verwundert. Ich hatte das von ihm nicht erwartet und war meinestheils ſelbſt nicht verwundert, indem meiner Beobachtung ähnliche praktiſche Satiren eben nicht ſpärlich vorgekommen waren. Wir machten aus, wenn wir unſern Beſuch abſtatten wollten, und ich ſchrieb in Folge deſſen dieſen Abend an Mr. Creakle.

Am beſtimmten Tage— ich glaube, es war der nächſte Tag, doch iſt das gleichgültig— begaben wir, Traddles und ich, uns nach dem Gefängniſſe, wo Mr. Creakle Gewalt hatte. Es war ein ungeheures und feſtes Gebäude, mit unermeßlichen Koſten errichtet. Ich konnte mich, als wir uns der Pforte näherten, des Gedankens nicht enthalten, was für ein Aufſehen es im Lande gemacht haben würde, wenn irgend ein getäuſch⸗ ter Mann ſich erboten hätte, die Hälfte von dem Gelde, das es gekoſtet hatte, auf die Errichtung einer Gewerb⸗ ſchule für junge, oder eines Zufluchtsorts für verdiente alte Leute zu verwenden. G

In einer Erpedition, welche ſich im Parterre des Thurms von Babel hätte befinden können, ſo maſſiv

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