Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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64 David Kopperfield.

„Ich kann's wahrhaftig manchmal nicht glauben,“ ſagte Traddles.„Dann unſere Vergnügungen! Mein Gott, ſie ſind mit keinen Koſten verbunden, aber ſie ſind ganz wundervoll. Wenn wir hier zu Hauſe ſind und die Außenthür zuſchließen und dieſe Vorhänge— die ſie gemacht hat— herunterlaſſen, wo könnten wir's behaglicher haben? Wenn's ſchön iſt und wir einen Abendſpaziergang machen, ſo fließen die Straßen vor Freuden für uns über. Wir ſehen in die ſtrahlenden Schaufenſter der Juwelierläden, und ich zeige Sophien, welche von den diamantäugigen Schlangen, die ſich auf weißatlaßnen Hügeln zuſammengeringelt haben, ich ihr geben würde, wenn ich's im Stande wäre; und So⸗ phie zeigt mir, welche von den goldenen Uhren, die mit Gehäuſen umgeben nnd mit Juwelen beſetzt und mit einem kunſtreichen Werke und allerhand hübſchen Din⸗ gen verſehen ſind, ſie für mich kaufen würde, wenn ſie es im Stande wäre; und wir ſuchen uns die Löffel und Gabeln und Fiſchkellen und Buttermeſſer und Zucker⸗ zangen aus, die wir vorziehen würden, wenn wir Beide es im Stande wären, und wir gehen Dir wahrhaftig weg, als ob wir ſie gekauft hätten. Dann, wenn wir über die Plätze und großen Straßen ſchlendern und ein Haus ſehen, das zu vermiethen iſt, blicken wir manchmal an demſelben hinauf und ſagen, wie wär's mit dem da, wenn ich zum Richter ernannt würde? Und wir ver⸗ theilen uns den Raum dann in Gedanken, dieſe Zimmer für die Mädchen, dieſe für uns, und ſo fort; bis wir zu unſerer Zufriedenheit dahin übereinkommen, daß es ſich damit machen oder nicht machen werde, wie es nun gerade die Umſtände mit ſich bringen. Zu Zeiten ge⸗ hen wir zum halben Preiſe ins Parterre des Theaters — deſſen bloßer Geruch meiner Meinung nach ſchon