Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 63

wäre, würde er nicht ſo ſchnell bei der Hand ſein, es zu proclamiren; was von„Tom“ verneint wurde, in⸗ dem er behauptete, er werde ſtets und unter allen Um⸗ ſtänden ſtolz darauf ſein.

„Was für eine durch und durch gute und liebens⸗ würdige Frau ſie doch iſt, mein lieber Traddles!“ ſagte ich lachend, als ſie weggegangen war.

„Mein lieber Kopperfield,“ entgegnete Traddles, „ſie iſt in jedweder Hinſicht das herzigſte Mädchen. Die Art und Weiſe, in der ſie hier waltet, ihre Pünkt⸗ lichkeit, Kenntniß vom Hausweſen, Sparſamkeit und Ordnung, ihre Heiterkeit, Kopperfield!“

„Du haſt in der That Urſache, ſie zu loben!“ er⸗ wiederte ich.„Du biſt ein glücklicher Menſch. Ich glaube, daß Ihr Euch ſelbſt und Jedes das Andere zu einem Paar der glücklichſten Menſchen in der Welt macht.“

„Ja wahrhaftig, wir ſind zwei der glücklichſten Menſchen,“ antwortete Traddles.„Ich gebe das auf alle Fälle zu. Bei meiner Seele, wenn ich ſie bei Kerzenlichte aufſtehen ſehe an dieſen finſtern Morgen, wie ſie geſchäftig das Nöthige für den Tag ordnet, auf den Markt geht, ehe die Schreiber ins Inn kom⸗ men, ſich aus keinem Wetter etwas macht, aus den einfachſten Dingen vortreffliche Schmäuschen herausdüf⸗ telt, Puddings und Paſteten macht, Alles am rechten Orte hat, ſelbſt immer ſo ſchmuck und zierlich, die Nacht mit mir aufſitzt, wenn es auch noch ſo ſpät iſt, allezeit ſanftmüthig und anſpornend, und Alles das für mich, ſo kann ich's wahrhaftig manchmal nicht glauben, Kop⸗ perfield.“

Er war ſelbſt gegen die Pantoffeln zärtlich, die ſie gewärmt hatte, als er ſie anzog, und ſtreckte ſeine Füße ſeelenfroh auf das Kamingitter.