Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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28 David Kopperfield.

Horace, deshalb anklagen zu wollen, wirklich denke, daß Aeltern und Brüder und ſo fort in ſolchen Fällen manch⸗ mal ein Bischen ſelbſtſüchtig ſind. Nun alſo! Ich ſetzte ihm auch auseinander, wie es mein ernſtlicher Wunſch ſei, der Familie nützlich zu ſein, und wie ich, ſofern mir's gut gehen und ihm ich beziehe mich auf Sr. Ehrwürden, Herrn Horace

SIch verſtehe, ſagte ich.

oder Madame Crewler etwas paſſiren ſollte es die Erfüllung meines liebſten Wunſches ſein werde, den Mädchen ein Vater zu ſein. Er entgegnete in der bewundernswürdigſten Weiſe, über die Maßen ſchmei⸗ chelhaft für mich, und übernahm es, die Einwilligung von Madame Crewler in dieſes Arrangement zu erlan⸗ gen. Sie hatten darüber mit ihr eine fürchterlich böſe Zeit. Es ſtieg ihr aus den Beinen in die Bruſt und dann in den Kopf

Was ſtieg ihr da hinein? fragte ich.

Ihr Kummer, erwiederte Traddles mit ernſthaf⸗ ter Miene.Ihre Empfindungen überhaupt. Wie ich bei einer frühern Gelegenheit erwähnte, iſt ſie eine ſehr vortreffliche Frau, hat aber den Gebrauch ihrer Beine verloren. Was auch vorkommen mag, ſie zu erſchrecken, alle Mal wirft ſich's auf ihre Beine; aber bei dieſer Gelegenheit zog ſich's in die Bruſt herauf und dann in den Kopf und ging ihr in der beängſtigendſten Weiſe durch ihr ganzes Nervenſyſtem. Indeß brachten ſie ſie durch unabläſſige liebevolle Abwartung durch, und wir wurden geſtern vor ſechs Wochen getraut. Du haſt kei⸗ nen Begriff, als was für ein Ungeheuer ich mir vor⸗ kam, Kopperfield, als ich die ganze Familie heulen und ſchreien und nach allen Richtungen hin in Ohnmacht fallen ſah. Madame Crewler konnte mich nicht ſehen,