24 David Kopperfield.
„Auf mein Wort,“ erwiederte Traddles, höchlichſt entzückt,„wenn Du geſehen hätteſt, wie ſie, nachdem Du geklopft hatteſt, davonliefen und wieder zurückge⸗ ſchoſſen kamen, um die Kämme aufzuleſen, welche ſie aus den Haaren verloren hatten, und in der tollſten Weiſe fortfuhren, zu ſpektakeln, Du würdeſt das nicht geſagt haben. Meine Liebſte, willſt Du wohl die Mäd⸗ chen holen?“
Sophie trippelte weg, und wir hörten, wie ſie im anſtoßenden Zimmer mit einer Salve von Gelächter empfangen wurde.
„Klingt das nicht wahrhaft muſikaliſch, mein lieber Kopperfield?“ ſagte Traddles.„Sehr angenehm zu hören. Es erheitert ordentlich dieſe alten Stuben. Für einen unglückſeligen Kerl von einem Junggeſellen, der ſein ganzes Leben lang allein gelebt hat, wie Du weißt, iſt es ſchier köſtlich.'s iſt bezaubernd. Die armen Dingerchen, ſie haben in Sophien einen großen Verluſt gehabt, die, wie ich Dir verſichern kann, Kopperfield, das herzigſte Mädchen iſt und immer war!— Und es thut mir über die Maßen wohl, ſie in ſo guter Laune
zu finden. Der Umgang mit Mädchen iſt eine wahr⸗ haft entzückende Sache, Kopperfield.'s gehört ſich nicht für meine Profeſſion, aber ˙s iſt wahrhaft entzückend.“
Indem ich bemerkte, daß er ein wenig ſtotterte, und begriff, daß er in ſeiner Herzensgüte befürchtete, mir durch das, was er geſagt, irgendwie Schmerz verurſacht zu haben, drückte ich ihm meine Beiſtimmung mit einer Herzlichkeit aus, die ihn augenſcheinlich beruhigte und ihm ſehr wohl that.
„Aber dann,“ fuhr Traddles fort,„ſind unſere häuslichen Einrichtungen, die Wahrheit zu geſtehen, über⸗ haupt und alleſammt völlig ungehörig für einen von


