Teil eines Werkes 
10. Theil (1850)
Entstehung
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22 David Kopperfield.

wartend, ſchürte Traddles, der mich in einen Lehnſtuhl am Feuer gedrückt hatte, dieſe ganze Zeit über haſtig mit einer Hand das Feuer und zog mit der andern an meinem Halstuche, indem er wahrſcheinlich an der ſonder⸗ baren Täuſchung litt, es ſei ein Ueberrock. Ohne den Feuerhaken hinzulegen, ſchloß er mich jetzt wieder in die Arme und ich ihn, und indem wir Beide lachten und uns Beide die Augen wiſchten, ſetzten wir uns nieder und ſchüttelten uns über dem Herde die Hände.

Denken zu müſſen, verſetzte Traddles,daß Du ſo wenig ſpäter heimkommſt, wie Du wirklich gekom⸗ men biſt, mein lieber alter Junge, und nicht zur Trauung!

Zu welcher Trauung, mein lieber Traddles!

Gnädiger Himmel! ſchrie Traddles, indem er die Augen in ſeiner alten Weiſe aufriß.Haſt Du denn meinen letzten Brief nicht bekommen?

Sicherlich nicht, wenn er ſich auf irgend eine Trauung bezog.

Ei nun, mein lieber Kopperfield, ſagte Traddles, ſich das Haar mit beiden Händen in die Höhe ſtrei⸗ chend und dann die Hände auf meine Knie ſtützend, ich bin verheirathet!

Verheirathet! ſchrie ich entzückt.

Gott ſteh mir bei, freilich! ſagte Traddles, durch Sr. Ehrwürden Herrn Horace, mit Sophien unten in Devonſhire. Ei, mein lieber Junge, ſie ſteckt jetzt hinter dem Fenſtervorhange. Guck her!

Zu meinem größten Erſtaunen kam das herzigſte Mädchen in der Welt in dieſem Augenblicke lachend und erröthend aus ihrem Verſteck hervor. Und ein heitere⸗ res, liebenswürdigeres, ehrlicheres, glücklicheres, fröhli⸗ cheres junges Weibchen hat, glaub' ich(und mußte ich