David Kopperfield. 21
„Ja, mein Herr, aber er iſt beſchäftigt.“
„Ich wünſche ihn zu ſprechen.“
Nachdem er mich einen Augenblick geprüft, entſchloß der ſcharfäugige Junge ſich, mich hineinzulaſſen, und indem er zu dieſem Zwecke die Thür weiter öffnete, ließ er mich zuerſt in ein kleines enges Vorhaus und dann in ein kleines Wohnzimmer ein, wo ich meinen alten Freund(der ebenfalls außer Athem war) erblickte, wie er an einem Tiſche ſaß und ſich über Papiere bückte.
„Guter Gott!“ ſchrie Traddles aufblickend.„'s iſt Kopperfield!“ und augenblicklich ſtürzte er in meine Arme, welche ihn feſt umſchloſſen.
„Alles wohl, mein lieber Traddles?“
„Alles iſt wohlauf, mein lieber, lieber Kopperfield, und nichts als gute Neuigkeiten!“
Wir weinten Beide vor Freuden.
„Mein lieber Junge,“ ſagte Traddles, indem er ſich ſein Haar vor Entzücken in die Höhe ſtrich, was ſchier eine unnöthige Operation war,„mein liebſter Kopperfield, mein lange verlorener und höchſt willkom⸗ mener Freund, wie froh bin ich, Dich zu ſehen! Wie braun Du geworden biſt! Wie froh ich bin! Bei meiner Seele und Ehre, nie hab' ich ſolch einen Jubel⸗ tag erlebt, mein geliebter Kopperfield, niemals!“
Ich war gleichfalls nicht im Stande, meine Ge⸗ fühle auszudrücken. Ich war zuerſt ganz unfähig zu ſprechen..
„Mein lieber Junge!“ ſagte Traddles.„Und ſo berühmt geworden! Mein ruhmreicher Kopperfield! Gott ſteh mir bei, wenn biſt Du gekommen, wo biſt Du hergekommen, was haſt Du angegeben während der Zeit?“
Bei keinem der Dinge, die er ſagte, auf Antwort


