Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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dem 24. Auguſt in andere Quartiere verlegt und ſpäter aufgelöſt. Nordeck nahm ſeinen urſprünglichen Beruf als Bergmann wieder auf und zeichnete ſich darin ſo aus, daß er einer Bergbauerpedition, die die Regierung nach Braſilien ſchickte, beigegeben wurde. Die Aus⸗ ſichten, die ihm die neue Welt eröffneten, beſtimmten ihn, ſich ganz dort niederzulaſſen; doch ehe er es that, wollie er ſein Geburtsland wiederſehen und alle ſeine Angelegenheiten ordnen.

Als dieſe Geſchäfte beendigt waren, kam ihm die Luſt, noch ein⸗ mal die Gegenden zu ſehen, wo er zur Verheidigung ſeines Vater⸗

landes gefochten hatte. Sein Weg führte ihn durch den Bezirk, wo

er der unfreiwillige Zeuge einer ſo ſeltſamen Begebenheit geweſen war.

Die Zeitungen verkündigten die Eröffnung der Aſſiſen in Hain⸗ burg und nannten eine Verhandlung, die wahrſcheinlich von beſon⸗ derm Intereſſe ſein werde. Es waren nur die Anfangsbuchſtaben der Parteien angegeben; für ihn war es genug. Er konnte nicht zweifeln, Albertine war die Angeklagte! Ihre dunkle Ahnung hatte ſich furcht⸗ bar erfüllt.

Er eilte nach Blumenrode; dort mußte er Alles erfahren. Er er⸗ fuhr Alles, was die Familie mittheilen konnte; es war hinreichend, um ihn von der dringenden Gefahr zu überzeugen. Albertinens Ur⸗ theil ſollte an dieſem Tage geſprochen werden, und man hegte die ſchlimmſten Erwartungen.

Und ihre Eltern? fragte er. Wiſſen ſie davon? Sind ſie hier?

Der Oberſt iſt todt, war die Antwort; er erfuhr nie die Ge⸗ fahr, in welcher Albertine ſchwebte. Die unglückliche Mutter wußte ihm mit bewunderungswürdiger Klugheit bis zuletzt glauben zu ma⸗ chen, Albertine ſei nur in einen unglücklichen Proceß mit Ferdinand von Preuſſach wegen ihres Wittthums verwickelt. Ihre Mutter hat noch nicht gewagt, ihr die Nachricht mitzutheilen, in der Beſorgniß, der Schlag möge zu ſchwer für ſie ſein, in Verbindung mit ihrem Unglück.