Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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der Handſchuh war nicht zu finden. Als ich wieder auf die Straße kam, war Albertine fort. Sie hatte ihren Weg in Begleitung des Führers fortgeſetzt. In der Dämmerung erreichte ich mein Quartier und ſah ſie nicht mehr, bis ich ſie hier fand. Gvit ſei Dank, daß ich nicht zu ſpät kam!

Ja wohl, Gott ſei Dank! ſagie der würdige Präſident. Ich glaube Ihrer Erzählung; ſie trägt den Stempel der Wahrheit an ſich. Aber das Geſetz verlangt ſeine Förmlichkeiten. Die Ausſage des Wald⸗ hüters wird nothwendig ſein, um die Ihrige zu beſtätigen. Wo iſt er?

Ich habe ihn nicht aus den Augen verloren, ſagte Nordeck. Er heißt Florian Krauſe und bewohnt eine kleine Hütte im Dorfe Zellenbach.

Wir werden ihn rufen laſſen. Noch einen andern Umſtand wünſchte ich aufgeklärt. Die Börſe des Verſtorbenen lag nebſt dieſem Papierſtreifen in der Armenbüchſe der Kapelle. Wie ſtimmt das mit Ihrem Plan, den Verſtorbenen für einen Beraubten auszugeben?

Ich kann es nicht erklären, entgegnete Nordeck, während er überraſcht auf das Papier ſah. Albertine muß, einzig mit ihrem Plan beſchäftigt, ihrem Gatten ein chriſtliches Begräbniß zu verſchaf⸗ fen, unſere Anordnungen vergeſſen und die Börſe in die Büchſe ge⸗ ſieckt haben, während ſie in der Kapelle blieb, bis wir den Leichnam entf.rnt hatten.

Der alte Waldhüter erſchien und ſein Zeugniß beſtätigte vollkom⸗ men die Erzählung Nordecks.

Nur ein Punkt kann vielleicht noch einer nähern Erklärung be⸗ dürfen. Wie kam es, daß Nordeck ſo lange von der Haupttheilneh⸗ merin dieſes außerordentlichen Ereigniſſes getrennt war? Wie kam es, daß die Nachricht ihrer Gefahr ihn erſt in den gefährlichſten Augen⸗ blicken erreichte?

Das verhielt ſich ſo: Sein Regiment wurde einige Wochen nach