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ten wir die Ruine. Der Waldhüter konnte unſer Geſpräch nicht ver⸗ ſtehen, denn es wurde franzöſiſch geführt.
„Was ſoll ich von dieſem Geſpräche ſagen? Auf der einen Seite wiederholte Hermann foridauernd ſeine Bitten für eine Verſöhnung und Wiedervereinigung, von der ſeine eigene Beſſerung abhängen ſollte; auf der andern Seite ſtand Albertinens unbeugſamer Entſchluß, den Willen ihres Vaters nicht zu übertreten. Beide Theile wurden warm; Hermann ließ Vorwürfe hören. Es entſtand eine Pauſe. Der Tag war heiß geworden. Hermann ließ von ſeinem Führer die Er⸗ friſchungen auspacken. Wir Männer ſprachen ihnen kapfer zu. Alber⸗ tine genoß auf meine Bitte nur wenig, um ihre Kräfte wiederherzu⸗ ſtellen; Hermann nahm, gegen meine Vorſtellungen, in langen Zü⸗ gen den ſtarken, feurigen Wein ein. Seine Bitten an ſeine Frau wurden immer dringender und nahmen endlich den Ton von Drohun⸗ gen an, gegen ſie ſowohl als gegen ihr Kind, Albertine ſtand auf, ſie ſah, es war Zeit zu gehen, ich beobachtete ſie mit angſtvollem Blick.
„Hermann bemerkte es und mit einem dämoniſchen Lächeln und wildrollenden Augen rief er:„Ha, Ihr ſeid einverſtanden! Ich durchſchaue Euch!“
„Albertine warf ihm einen Blick des Mitleids und der Verachtung zu.„Herr von Nordeck, ich gehe,“ ſagte ſie.
„Da ſchrie Hermann in furchtbarem Ton auf, während ſeine Hand ein breites, zweiſchneidiges Meſſer hielt:„So, Du gehſt? Du gehſt?— Geh denn, verlaß mich, wirf mich zurück in ein Le⸗ ben, das für mich eine Hölle iſt. Leben! Nein, es iſt Tod ſelbſt. Geh, doch ſieh mich erſt ſterben!“ Und er machte eine Bewegung mit dem Meſſer, als wolle er ſich erſtechen.
„Was ſpäter geſchah? Ich verſuche vergeblich die Ereigniſſe des nächſten Augenblicks in meinem Gedächtniß zu ordnen. Ich weiß nur, daß mir gedankenlos die Worie entſchlüpften:


