Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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war entſchloſſen, die Frage über das Kind zur Entſcheidung zu brin⸗ gen. Ich mußte mich endlich fügen. Hermann ſelbſt konnte nicht nach

Hilgenberg kommen; er war dort bekannt; Albertine durfte in ſeiner

Geſellſchaft nicht geſehen werden. Ihn in Blumenrode zu ſehen, war

unmöglich, während es kein Aufſehen machen konnte, wenn ſie entwe⸗

der in Hilgenberg, oder in der Umgegend in meiner Geſellſchaft ge⸗

ſehen würde. Kurz, wie gewagt auch der Plan war, er ſchien der

einzige ausführbare.

Zu ſeiner Ausführung wurde der 10. Auguſt feſtgeſtellt. Die Unfreundlichkeit des Wetters aber trat dazwiſchen und er wurde auf die nächſte Woche verſchoben.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber in dieſer Zwiſchenzeit hatte ich mehr als ein Mal den Gedanken, Hermann habe weder mir, noch Albertinen ſeine eigentlichen Abſichten mitgetheilt. Ich ſagte ihr dies in einem Briefe, erhielt aber keine ſchriftliche Antwort, ſondern er⸗ fuhr nur mündlich von Albertinen, daß ſie am 17. ſich einfinden werde.

Hermann und ich waren auf unſerm Poſten; aber Albertine ich dankte im Geheimen dem Himmel dafür Albertine kam nicht. Die Krankheit eines Gliedes der Familie hatte ſie abgehalien.

Hermann ließ ſich nicht abſchrecken; er war gewiß, daß Alber⸗ tine am 24. kommen werde.

Dieſer unglückliche Tag kam heran, der ereignißvollſte, der ſchmerzlichſte meines Lebens. Früh am Morgen es war Sonn⸗ abend ritt ich nach Hilgenberg. Als ich im Vorüberreiten meine Augen erhob, ſah ich das verabredete Zeichen, daß Hermann in der Ruine war. Ich eilte nach dem Verſammlungsſaale in Hilgenberg, ſah auf die Beſuchsliſte; ich betete zu Gott, Kettlers möchten wieder abgehalten ſein. Sie waren es, aber Albertine kam, ſie hatte die Familie von Langſitz begleitet.

Jetzt blieb mir keine Wahl mehr. Das Billet wurde abgeſchickt