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fühlte, nach der ſie um ſo ſtätiger handelte, je reiner und aufrichtiger ihr eigenes Gemüth, je größer ihre Gewiſſenhaftigkeit in Haltung übernommener Verbindlichkeiten war, ſelbſt wenn dieſe gewiſſermaßen ihr abgezwungen wurde.“
Das iſt der nur kurz und unvollſtändig gegebene Inhalt einer zweiſtündigen Rede von Seiten des Vertheidigers.
Der Präſident faßte jetzt die einzelnen Punkte zuſammen. Seine Rede war ein Meiſterſtück von Klarheit und Kürze, im höchſten Grade unparteiſch und ungezwungen; doch der Eindruck, den ſie auf das Gemüth des Vertheidigers hervorbrachte, war, daß er im Ganzen der Gefangenen ungünſtig ſei, ſo weit es ſeine eigene mora⸗ liſche Ueberzeugung betraf, obgleich er mit der größten Aufrichtigkeit diejenigen Punkte der Verhandlung hervorhob, wo der Beweis un⸗ genügend oder erzwungen erſchien. Die Geſchwornen hatten Alles, was zu ihrem Geſchäfte nothwendig war, erhalten, und zogen ſich, nach der Ermahnung des Präſidenten, ihr Urtheil ſorgſam abzuwä⸗ gen, zurück.
Die Entdeckung.
Kaum war der erſte Geſchworne in das Berathungszimmer ein⸗ getreten, in welchem ſie ihr Urtheil fällen ſollten, als bei einem der Eingänge in den Gerichtsſaal ſich ein großes Getümmel erhob. Man hörte Ausrufungen eines Menſchen, der ſich einen Weg durchzubah⸗ nen ſuchte, und deſſen Eintritt entweder von den Beamten des Ge⸗ richts, oder von der Menge Widerſtand erhielt, die, in großer Maſſe zuſammengedrängt, nicht geneigt war, einen neuen Ankömm⸗ ling einzulaſſen. Demungeachtet ſchien der Eniſchluß des Frenden


