Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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Hilgenberg nie gehört. Das kann ſein; es wird nicht geſagt, ſie habe in Hilgenberg gewohnt. Es war eine Fremde; ſie kann durch das Bad, wo ihre Freundin war, durchgereiſt ſein, ſie kann nur einen Tag bei Madame Veitel geblieben ſein.

Ich beſtreite es nicht, daß meine Clientin an jenem Tage in Madame Veitel's Hauſe geweſen ſei. Ich ſage, ſie ging dahin, um die Freundin zu ſehen, die nach ihr verlangte. Der Staatsanwalt behauptet, ſie ſei dahin gegangen, ihren Gatten zu treffen, mit dem ſie ſpäter durch den Garten und dem Gebirge zu ging. Die Dienerin, welche die Botſchaft brachte, ſpricht freilich von einem jungen Manne, den ſie bei Madame Veitel geſehen, und nach des Staatsanwalts Syſtem war das Baron Hermann. Sie ſagt nicht, daß ſie die bei⸗ den Perſonen zuſammen ſah, denn Madame Veitel empfing und entließ ſie an der Thür.

Aber aus ihrer Beſchreibung des Herrn, den ſie ſah, geht deutlich hervor, daß es nicht Hermann war. Der Todte trug, als man ihn fand, lange weite Nankingbeinkleider über die Stiefeln; ſo ward er auch zuletzt von dem Wirth früh am Morgen des 24. geſe⸗ hen. Der junge Mann in Madame Veitel's Haus trug enge Leder⸗ beinkleider mit darüber gezogenen Stiefeln. Wie läßt ſich das verei⸗ nigen? Wenn Hermann am Morgen des 24. ermordet wurde, wann wechſelte er ſeine Kleider, um anders in Hilgenberg zu erſcheinen? Wann und wo wechſelte er abermals ſeinen Anzug zwiſchen ſeinem Beſuch bei Madame Veitel und ſeinem Morde? Der Gedanke, dieſe Perſon ſei Hermann, ein weſentlicher Punkt in dem Syſtem des Staatsanwalts, iſt ganz unhaltbar.

Daß ein Herr und eine Dame Madame Veitel's Haus in der Richtung nach dem Gebirge zu verlaſſen hätten, beruht auf keinem Beweis. Das Mädchen hat ſie nicht geſehen; ſie ſpricht nur nach einem Gerücht, das, wie ſie meint, von ihrer Herrin kam. Ihr Brodherr und ſeine Frau wurden befragt, und ſagten unumwunden,