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„Sie leiden noch immer? ſagte ich zu ihm. — Warum ſoll ich mich nicht in einem aufgeregten Zuſtand be⸗ finden? entgegnete er. Man verfolgt mich, ſtellt mir nach, Verläum⸗ dung folgt mir auf dem Fuße. Ich weiß nicht, ob man mich nicht heute oder morgen eines Verbrechens anflagt. Ach ja, Doctor, ja, Sie haben Recht, fuhr der Baron fort, mir iſt ſehr, ſehr ſchlecht. — Nun, nun, Sie müſſen ruhiger werden. — Ruhiger werden! Das iſt leicht geſagt. Zum Henker, könnte ich ruhig werden, ſo wäre ich auch geheilt. Sehen Sie, es giebt Augenblicke, wo meine Nerven angeſpannt ſind zum Zerreißen, wo meine Zähne ſich krampfhaft zuſammenſchließen, als ſollten ſie zer⸗ brechen, wo es vor meinen Ohren brauſt, als wenn alle Glocken † von Notre Dame dicht neben mir zuſammenſchlügen. Dann iſt es mir, als müßte ich wahnſinnig werden. Doctor, welcher Tod iſt der ſchmerzloſeſte? — Warum? — Zuweilen kommt mir die Luſt, mich umzubringen. — Gehen Sie doch! — Doctor, man ſagt, wenn man ſich mit Blauſäure vergifte, ſo ſei es in einem Augenblicke geſchehen. — Es iſt wirklich der ſchnellſte Tod, den man kennt. — Doctor, Sie ſollten mir doch auf jeden Fall ein Fläſchchen mit Blauſäure zurecht machen. — Sie ſind toll. — Sehen Sie, ich würde Ihnen dafür geben, was Sie haben wollten, tauſend Thaler, ſechstauſend Franes, zehntauſend Franes, wenn Sie mir verſichern, daß man ſchmerzlos daran ſtirbt.“ Ich ſtand auf. „Was wollen Sie? ſagte er, mich zurückhaltend. — Ich bedaure, mein Herr, daß Sie mir unaufhörlich Dinge


