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— Nicht wahr, Doctor? rief er. Ja, ja! Ich habe ſchon zwei Ihrer Collegen bei mir geſehen; denn Sie waren ſo ſonderbar gegen mich, daß ich es nicht wagte, Sie holen zu laſſen. Die Schwachköpfe fingen an zu lachen, als ich ihnen ſagte, daß ich Nervenzufälle hätte.
— Sie ſind krank, erwiederte ich; aber der Grund Ihrer Krank⸗ heit liegt nicht in Ihrer körperlichen Organiſation; es iſt Ihr Ge⸗ müthszuſtand, eine ſchwere geiſtige Unruhe, die Ihnen die Schmer⸗ zen verurſacht.“
Er erſchrak.
„Und was für eine Unruhe ſoll ich haben? fragte er.„Im Ge⸗ gentheil, Alles geht aufs Beſte. Meine Verheirathung... Sie wiſſen, daß ich Ihnen ſchon davon erzählte? meine Verheirathung mit Fräu⸗ lein von Macartin, die Ihr Herr Olivier faſt vereitelt hätte....
— Ja, nun?
— Nun, ſie wird in vierzehn Tagen ſtattfinden. Das erſte Auf⸗ gebot iſt ſchon geſchehen... Der Herr hat für ſeine verwegenen Re⸗ den gehörig gebüßt und hat ſich bei mir entſchuldigen müſſen.
— Wie das?
— Germain, ſagte der Baron zu ſeinem Diener, gieb mir das Portefeuille dort auf dem Kaminſims.“
Der Diener gehorchte. Der Baron nahm das Portefeuille und öffnete es.
„Schen Sie, ſagte er mit einem leiſen Zittern der Stimme, hier iſt mein Geburtsſchein. Geboren zu Pointe à Pitre, wie Sie ſehen; ferner hier iſt das Zeugniß des Herrn von Malpas, welches verſichert, daß mein Vater einer der erſten und reichſten Grundbeſitzer auf Gua⸗ deloupe iſt. Dieſe Papiere ſind dem Herrn Olivier vorgelegt worden und da er die Unterſchrift des Gouverneurs kennt, ſo iſt er genöthigt geweſen, zu geſtehen, daß dieſe Unterſchrift wirklich die ſeinige ſei.“
Während der Baron mir dieſe Papiere zeigte, nahm ſeine ner⸗ vöſe Aufregung immer zu.


