und Hoffnung; das Bagno iſt nur ein Gefängniß, und es giebt kein Gefängniß, aus dem man nicht am Ende entkommen könnte.“
Der Menſch flößte mir immer mehr Widerwillen ein. Ich machte eine Bewegung zu gehen.
„Nun, Doctor, Sie verlaſſen mich ſchon? ſagte der Baron, ver⸗ legen einige Banknoten in ſeiner Hand zuſammen rollend mit der ſichtbaren Abſicht, ſie in meine Hand gleiten zu laſſen.
— Ja wohl, entgegnete ich, wieder einen Schritt zurücktretend. Sind Sie nicht geheilt, mein Herr? Wozu könnte ich Ihnen jetzt noch helfen?
— Rechnen Sie das Vergnügen Ihrer Geſellſchaft für nichts?
— Unglücklicher Weiſe, mein Herr, haben wir Aerzte wenig Zeit, uns dieſes Vergnügen zu verſchaffen, ſo begehrenswerth es auch ſei. Unſere Geſellſchaft iſt die Krankheit, und ſobald wir ſie aus einem Hauſe vertrieben haben, müſſen wir hinter ihr her, um ſie in einem andern aufzujagen. Daher, Herr Baron, erlauben Sie mir, mich von Ihnen zu beurlauben.
— Aber werde ich denn nicht das Vergnügen haben, Sie wieder zu ſehen?
— Ich zweifle, mein Herr. Sie beſuchen die vornehme Welt, ich bin dort ſehr ſelten zu finden. Meine Stunden ſind gezählt und jede hat ihre Beſtimmuug.
— Aber, wenn ich wieder krank würde?
— O das iſt etwas anderes, mein Herr.
— Alſo in dieſem Falle könnte ich wieder auf Sie zählen?
— Vollkommen.
— Doctor, Ihr Wort.
— Ich brauche es Ihnen nicht zu geben, da i2 dann nichts thue, als meine Pflicht erfülle.
— Gleichviel! geben Sie mir es immer.
— Wohlan, mein Herr, ich gebe es Ihnen.“
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