Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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17 Schanze erſtürmt und eine Batterie erobert; das hindert aber doch nicht, daß man dem Einen Ehrenzeichen giebt, den Andern auf das Schaffot ſchickt.

Zum Schaffot.... Ich begreife wohl, daß man einen Mön der aufs Schaffot ſchickt, aber ſind Sie nicht auch der Meinung, Doector? Einen Menſch zu guillotiniren, weil er Banknoten nachge⸗ macht hat, iſt ſehr grauſam.

Der Baron ſagte dieſe Worte mit ſo ſeltſam bewegter Stimme, mit einer ſo ſichtbaren Veränderung ſeiner Miene, daß ich darüber betroffen wurde.

Sie haben Recht, ſagte ich, auch weiß ich von guter Quelle, daß man damit umgeht, dieſe Strafe zu mildern und ſie in Galeeren⸗ ſtrafe umzuwandeln.

Wiſſen Sie das gewiß, Doctor? rief der Kranke lebhaft. Wiſſen Sie das gewiß? Sie wiſſen es?

Ich habe es von demjenigen ſelbſt gehört, von dem der An trag ausgehen wird.

Vom König. Ach ja, es iſt wahr, Sie ſind ja Leibarzt des Königs. Ah, der König hak es alſo geſagt? Und wann wird dieſer Antrag geſtellt werden?

Das weiß ich nicht.

Theilen Sie mir es mit, Doetor, wenn Sie es erfahren; ich bitte Sie. Es intereſſirt mich.

Es intereſſirt Sie? fragte ich erſtaunt.

Ja wohl. Muß es nicht jeden Freund der Menſchheit intereſ⸗ ſiren, zu erfahren, daß ein zu hartes Geſetz abgeſchafft wird?

Es wird nicht abgeſchafft, mein Herr; die Galeeren werden nur an die Stelle der Todesſtrafe treten. Scheint Ihnen das eine ſo große Beſſerung im Schickſal der Schuldigen?

Nein, gewiß nicht! erwiederte der Baron verlegen; man

könnte ſogar ſagen, es ſei ſchlimmer. Doch es bleiben ihnen Leben 13. 2