Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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fen, nicht mein herrſchender Fehler iſt, indem ich meine Beſuche nicht über den durchaus nothwendigen Zeitraum hinaus verlängere.

Ei, Doctor, ſind Sie böſe?

Nein, ich antworte nur auf das, was Sie mir ſagen.

Sie müſſen auf das, was ich ſage, nicht zu ſehr achten. Sie wiſſen ja, wir Edelleute ſagen manches übereilte Wort, ohne es böſe

zu meinen. Verzeihen Sie mir alſo. Er reichte mir die Hand. Ich verbeugte mich. Ich habe bereits Ihren Puls befühlt, ſagte ich, er iſt ſo gut,

wie er nur ſein kann.

Ei, ei, antwortete er mir, Sie tragen es mir immer noch nach, daß ich Böſes von Herrn Olivier geſagt habe? Er iſt Ihr Freund, ich hatte Unrecht; aber es iſt ja ganz natürlich, daß ich erzürnt gegen ihn bin, wenn ich auch den Stich nicht beachte, den er mir gegeben.

Und den Sie auf eine Weiſe bei ihm ſuchten, daß er es Ihnen nicht verweigern konnte, antwortete ich. Geſtehen Sie es nur.

Nun ja, ich habe ihn inſultirt; aber ich wollte mich mit ihm ſchlagen und wenn man manche Leute zum Duell bringen will, muß man ſie ordentlich inſultiren.... Verzeihung, Doctor, wollten Sie wohl die Gefälligkeit haben zu klingeln?

Ich zog die Flingelſchnur, ein Diener trat ein.

Hat man ſich von Seiten des Herrn von Marartin nach meinem Befinden erkundigt? fragte der Kranke.

Nein, Herr Baron, antwortete der Lakai.

Das iſt ſonderbar! murmelte der Kranke, ſichtbar verletzt über dieſen Mangel an Theilnahme.

Es trat ein Stillſchweigen ein, während deſſen ich eine Bewe⸗ gung machte, um meinen Rohrſtock zu ergreifen.

Sie wiſſen, was mir Ihr Freund Olivier gethan hat? begann mein Patient endlich wieder.