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widmet, hatte die angeborne Plumpheit nicht verbeſſern können; ſeine Nägel waren ſchlecht beſchnitten, benagt, gemein; und an ſeinem Bette zeigten die Stiefeln, die er an dieſem Morgen noch getragen, daß ſein Fuß, wie ſeine Hand, von ganz plebejiſchem Urſprung ſei.
Wie ich ſchon ſagte, der Verwundete hatte das Fieber und doch hatte dieſes Fieber, obgleich es ziemlich heftig war, ſeinen Augen kaum einigen Ausdruck geben können; ſie ruhten, wie ich bemerkte, faſt nie feſt auf einem Menſchen oder einer Sache, dagegen war ſein Wort von außerordentlicher Lebendigkeit und Beweglichkeit.
„Ach, da ſind Sie ja, lieber Doctor, ſagte er mir. Nun, Sie ſehen, ich bin noch nicht todt und Sie ſind ein großer Prophet; aber bin ich außer Gefahr, Doctor? Der verfluchte Degenſtich! Er war trefflich gerichtet. Er thut wohl in ſeinem Leben nichts weiter als fechten, dieſer Haudegen und Verläumder, der ſchändliche Olivier?
— Verzeihung, mein Herr, ſagte ich zu ihm, ihn unterbrechend; ich bin der Arzt und Freund des Herrn von Hornoy. Ihn habe ich zum Duell begleitet, nicht Sie. Ich kenne Sie erſt ſeit dieſem Mor⸗ gen, und ihn ſeit zehn Jahren. Sie begreifen alſo, wenn Sie fort⸗ fahren auf dieſe Weiſe von ihm zu reden, ſo würde ich genöthigt ſein, Sie zu bitten, ſich an einen meiner Collegen zu wenden.
— Wie, Doctor, rief der Verwundete, Sie wollten mich in dem Zuſtande, in dem ich bin, verlaſſen? Das wäre abſcheulich. Und Sie bedenken nicht, daß Sie wenig Patienten finden werden, die Sie bezahlen wie ich.
— Mein Herr—
— O ja, ich weiß, Ihr ſpielt alle die Uneigennützigen; und wenn es am Ende, wie man zu ſagen pflegt, zum Treffen kommt, ſo wißt Ihr Eure Rechnungen recht gut zu machen.
— Es iſt möglich, mein Herr, daß dieſer Vorwurf auf einige meiner Collegen anwendbar iſt; doch was mich betrifft, werde ich Ihnen beweiſen, daß die Habgier, die Sie meinen Collegen vorwer⸗


