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hin, eine halbe Stunde von der für einen Arzt immer ſehr koſtbaren Zeit zu verlieren.
Ich benutzte dieſe Zeit, einen Blick um mich her zuwerfen und wo möglich durch den Anblick der äußern Gegenſtände mir eine be⸗ ſtimmte Anſicht von dieſem Menſchen vollends zu bilden.
Beim erſten Anblick boten alle dieſe Gegenſtände das Bild voll⸗ ſtändiger Eleganz; erſt wenn man das Gemach genauer betrachtete, erkannte man die Geſchmackloſigkeit, die Allem zum Grunde lag. Die Teppiche waren von hellen Farben und gehörten zu den ſchönſten, die aus den Magazinen von Sallandrouze hervorgegangen waren; ſie ſtimmten aber nicht zu der Farbe der Tapeten und der Meublen.
Ueberall herrſchte das Gold vor; die Verzierungen der Thüren und der Decke waren vergoldet, goldne Franzen hingen an den Vor⸗ hängen und die Tapeten verſchwanden unter der Menge vergoldeter Rahmen, welche die Wände bedeckten, doch ſie enthielten Kupferſtiche zu 20 Franes oder ſchlechte Kopien von Meiſterwerken, die man wahrſcheinlich dem unwiſſenden Käufer für Originale verkauft hatte.
Vier Etageren erhoben ſich in den vier Ecken des Salons, aber miiten unter einigen ziemlich koſtbaren chineſiſchen Spielereien machte ſich elfenbeinernes Schnitzwerk von Dieppe und modernes Porcellan von ſo grober Arbeit breit, daß ſie nicht einmal den Glauben auf⸗ kommen ließen, ſie hätten ſich als die Seltſamkeiten ſächſiſcher Fabrik hier eingeſchlichen.
Die Stutzuhr und der Candelaber waren in demſelben Geſchmack und ein mit prächtig eingebundenen Büchern beladener Tiſch vervoll⸗ ſtändigte das Ganze, indem er den ziemlich gemeinen Geſchmack in der Lectüre des Herrn des Hauſes verrieth.
Alles war neu und ſchien höchſtens ſeit drei oder vier Monaten gekauft zu ſein.
Ich war mit dieſer Unterſuchung eben fertig, die mir nichts Neues gelehrt, wohl aber mich in der Meinung beſtätigt hatte, daß ich mich


