Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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In jenem Schubfach rechts ſehen Sie ein Portefeuille? ſagte er.

Hier iſt es.

Es enthält Familienpapiere, die nur für mich Wichtigkeit haben. Doetor, ſchwören Sie mir, wenn ich ſterben ſollte, dieſes Portefeuille ins Feuer zu werfen..

Ich verſpreche es.

Ohne den Inhalt der Papiere zu unterſuchen.

Es iſt ja verſchloſſen.

O, das Schloß eines Portefeuille iſt leicht zu öffnen.

Ich legte das Portefeuille zurück, wo ich es gefunden.

Obgleich ſein Wort eine Beſchimpfung war, ſo flößte ſie mir doch mehr Ekel als Zorn ein.

Der Kranke ſah, daß er mich verletzt hatte.

Verzeihung, ſagte er, tauſend Mal Verzeihung. Der Aufenthalt in den Colonien hat mich mißtrauiſch gemacht. Dort weiß man nie, mit wem man ſpricht. Verzeihen Sie mir; nehmen Sie das Porte⸗ feuille wieder und verſprechen Sie mir, es zu verbrennen, wenn ich ſterben ſollte.

Zum zweiten Mal, ich verſpreche es.

Dank.

Iſt das Alles?

Befinden ſich nicht in demſelben Fache mehrere Banknoten?

Ja, zwei zu tauſend und drei zu fünfhundert Franes.

Haben Sie die Gefälligkeit, ſie ner zu geben, Doctor.

Ich nahm die fünf Banknoten und reichte ſie ihm hin. Er zer⸗ drückte ſie in ſeiner Hand, machte aus ihnen eine runde Kugel und verbarg ſie unter ſein Kopfkiſſen.

Dank, ſagte er, erſchöpft von der Anſtrengung, die er gemacht hatte. Dann ließ er ſich auf ſein Kopftiſſen hinſinken und murmelte: Ach, Doctor, ich glaube, ich ſterbe!... Doetor, retten Sie