Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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So gehen Sie.

Ich that zwei Schritte gegen die Thür; der Verwundete machte eine Bewegung, als wolle er mich zurückhalten und den Mund öffnen.

Was wünſchen Sie? fragte ich ihn.

Er ließ ſeinen Kopf auf ſein Kiſſen zurückſinken, ohne mir zu antworten. Ich näherte mich ihm.

Sprechen Sie, fuhr ich fort, und wenn es in meiner Macht ſteht, Ihnen irgend einen Dienſt zu leiſten, ſo werde ich es thun.

Er ſchien einen Entſchluß zu faſſen.

Sie haben mir geſagt, meine Wunde ſei nicht tödtlich.

Das habe ich geſagt.

Können Sie mir dafür ſtehen?

Ich glaube es; doch wenn Sie irgend eine Anordnung zu treffen haben....

Das heißt, nicht wahr? es wäre möglich, ich könne plötzlich ſterben?

Er wurde bläſſer, als er geweſen, und ein kalter Schweiß perlte an den Spitzen ſeiner Haare.

Ich habe Ihnen geſagt, daß die Wunde nicht tödtlich, zugleich aber, daß ſie ſehr gefährlich ſei.

Mein Herr, ich kann Vertrauen in Ihr Wort haben, nicht wahr?

Man darf von denen nichts verlangen, an denen manzweifelt.

Nein, nein, ich zweifle nicht an Ihnen. Hier, fügte er hinzu, indem er mir einen Schlüſſel reichte, den er von einer Kette los machte, die um ſeinen Hals hing. Oeffnen Sie mit dieſem Schlüſſel jenen Seeretair.

Ich that, was er verlangte. Er ſtützte ſich auf ſeinen Ellbogen. Alles, was noch von Leben in ihm war, hatte ſich in ſeinen Augen concentrirt.