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und er beugte ſich zur Erde, an der ſein Kopf von Verzweiflung gefeſſelt ſchien. Zwei Leitern zur rechten und linken Seite waren an den Pfahl gelehnt. Schnell entriſſen der Henker und ſeine Gehülfen dem Armenier ſeine Kleider. Ein dumpfes Stillſchwei⸗ gen herrſchte in der Menge, jeder Mund war ſtumm, alle Blicke auf die Gruppe geheftet, welche die Henker und das Opfer bil⸗ deten. Endlich ſahen wir einen Henker ſich nach und nach über die Menge erheben, leicht auf einer der Leitern hinaufſteigen und an der Spitze warten, während ſeine Cameraden auf der andern den unglücklichen Sereski ſo zu ſagen aufhißten. Als er oben angekommen war, reihten ſich die Henker im Kreis um ihn her, ſo daß man nichts mehr von ihm ſah. Einen Augenblick nachher erhoben ſie ihn über ihre Köpfe, und ſogleich tönte der erſte Schrei ſeiner herzzerreißenden Todesangſt jämmerlich durch die Luft. Dar⸗ auf warfen die Henker die Leitern zurück und glitten mit der Schnelligkeit des Gedankens den Pfahl herab einer nach dem an⸗ dern, und von allen Seiten der Ebene konnte die athemloſe Menge die fürchterlichen Convulſionen des unglücklichen Armeniers ſehen.
Mein Auge ſuchte das Geſicht des Paſcha's. Er hatte ſeinen Fez über die Augen gezogen, ob vor der Sonne oder aus ande⸗ rem Grunde? Seine Lippen waren geſchloſſen, und mit Ruhe hörte er die Verwünſchungen an, mit denen ihn Sereski über⸗ häufte. In den Windungen ſeines Todesſchmerzes hatte er die Bande geſprengt, die ſeine Hände banden, und er warf ſie wie Windmühlenflügel um ſich herum, während er den Paſcha bedrohte.
„Fluch,“ rief er,„Fluch dem Tage, wo ich Dich ſah, Paſcha der Hölle! Fluch der Stunde, wo Du mein Haus betratſt, meinem Kinde, das i verrieth! Fluch Gott, der mich verläßt!.. Ach! Fluch!.
Das Röcheln des Todes unterbrach das Wort in ſeinem hei⸗ ßen Munde.
„Waſſer, Waſſer!.“ murmelte er endlich mit heiſerer Stimme.
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