Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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Muſtapha wandte ſich zu ſeinem Mundſchenk und ſagte ruhig: Er trinke, der Unglückliche, und ſterbe.

Ein einziger Tropfen, der einem Hingerichteten, während er auf dem Pfahl iſt, gereicht wird, gibt ihm augenblicklichen Tod. Auch ſtehen gewöhnlich Wachen um den Pfahl, um ihnen dieſen Gnadenſtoß zu geben, wenn ſolche Verurtheilte vft mehr als zwei Tage auf ihrem Marterholze ſchweben, da vft der Fall eintritt, daß die Spitze des Pfahles kein dem Leben weſentliches Organ verletzt.

Man legte eine Leiter an, und der Mundſchenk des Paſchas näherte ſich dem Sterbenden mit einem Glas Eiswaſſer; aber Sereski ſammelte poch einmal alle ſeine Kraft, riß dem Mund⸗ ſchenk den Becher aus der Hand und ſchleuderte ihn gegen den Kopf des Paſcha, indem er heulte:Ich will nichts von Dir,. Verfluchter!

Seine Arme ſielen an ſeinen Körper herab, ſein Kopf ſänk in ſeine Achſeln, er wand ſich noch einmal wie eine Schlange um einen Stamm, und mit einem Fluch ging ſeine Seele in den Schvoß der Ewigkeit.

Darauf kehrte der Paſcha nach Mielnik zurück, die Menge zerſtreute ſich, und ich eilte in das Haus Pascal's. Vor der Thüre hielt ein arabiſcher Wagen, mit Ochſen beſpannt, eine Menge Volk umgab ihn gaffend.

Wem gehört der Wagen? fragte ich, als der Armenier mir entgegentrat.

Der Paſcha läßt Irenen, die er adoptiren will, dem Gelübde gemäß, das er ihrer Mutter gegeben, nach Salonichisbringen. Den Fünftheil ihres väterlichen Vermögens hat er den Armen gegeben, denn er ſelbſt wird ihr eine reiche Mitgift geben. Irene iſt jetzt in meinem Hauſe, da ihres Vaters Haus niedergeriſſen wird.

Und wird ſie fürderhin im Hauſe des Paſcha ſein? fragte ich.