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zurück und überließ ſich drei Tage und drei Nächte lang dem bitterſten Schmerze.
Man erfuhr jetzt in der Stadt, daß der Ermordete Seid Moham⸗ med, der innigſte Freund Muſtapha's, geweſen, der als Cuurier von der Pforte nach Salonichi mit Depeſchen und 400,000 Piaſtern öffentlicher Gelder an den Paſcha geſchickt worden war. Seid Mohammed war am Nachmittag in Mielnik angekommen und von einigen Bewohnern im Bade geſehen worden, von wo er ſich in die Moſchee begeben hatte, um ſein Gebet zu verrichten. Nicht ohne Grund vermuthete man, daß er das Opfer einiger albaniſchen Räuber geworden ſei, die ſchon ſeit einiger Zeit die Umgegend unſicher machten, ſo daß, den Lehren des vrientaliſchen Fatalis⸗ mus entgegen, die die Unmöglichkeit behaupten, dem Verhängniſſe zu entgehen, wenig Türken ohne eine ſtarke militäriſche Escorte den gefährlichen Weg nach Salonichi wagten.
Nach drei Tagen der Trauer erhielt endlich Sereski, der Arme⸗ nier, Zutritt zu dem Paſcha, der ſich über die Mittel berathſchla⸗ gen zu wollen ſchien, die nöthig wären, die Schuldigen zu er⸗ greifen. Der Armenier theilte zwar allen Schmerz, allen Zorn ſeines Gaſtes, und ſuchte ihn durch Erhebung und Lobpreiſungen der Tugenden Seid's zu tröſten; zugleich aber ſuchte er für ſich ſelbſt den Platz zu gewinnen, den der Verſtorbene in Muſtapha's Vertrauen beſeſſen. Doch ſo bereitwillig der Paſcha war, ſeiner ihm erwieſenen Freundſchaft Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen, ſo wenig wollte er von ſeinem Vorhaben ablaſſen und forderte den Armenier ſelbſt auf, ihm zur Auffindung der Mörder behülf⸗ lich zu ſein. Als die erſten Schritte geſchehen waren, überließ ſich Muſtapha ſeinen trüben Gedanken.
In dieſem träumenden, halb wachenden Zuſtande öffnete ſich der perſiſche Teppich, welcher den Eingang des Zimmers verhüllte, und eine kleine feenartige Geſtalt ſchritt furchtlos in die Höhle des verwundeten Löwen, in ihren Händen einen großen Korb mit


