Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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gegen die Erde gedrückt, in einem unbeweglichen, lautloſen Schmerz

verſunken.

Nach einer langen Pauſe, während welcher Niemand ihn zu unterbrechen wagte, erhob er ſich; ſein Geſicht war bleich, doch ſtreng und ruhig, wie wenn die Ruhe eines feſten Entſchluſſes die Heftigkeit des Schmerzes gebrochen hätte. Jetzt beugte er ſich noch einmal über die beiden Gemordeten, ergriff die Hand des ihm zunächſtliegenden Leichnams und rief mit einem Blick zum Himmel:

O Seid Mohammed! als Du beim Uebergange über den Balkan mein Leben gegen die Wuth der Ruſſen beſchützteſt, ſchwor ich, Du ſollteſt mir von jetzt an ein Bruder ſein, und jüngſt gelobte ich bei Allah und ſeinem heiligen Propheten, daß unter meiner Regierung kein Verbrechen ungeſtraft bleiben ſollte! Dieſen Schwur wiederhole ich in Deinem Namen und vor Deinem Leich⸗ nam! Ich werde Deine Mörder bis in die unbekannteſten Gegenden der Erde verfolgen; ich werde ihr Blut tropfenweiſe zur Sühne des Verbrechens vergießen laſſen, ihre Augen ſollen den Geiern zur Speiſe dienen und ihr Fleiſch von den Schakals zerriſſen werden, ihre Gebeine bleichen in den Stürmen des Himmels. Eher ſoll der Sarg meines Vaters entehrt werden, ehe ich meine Gelübde, meine Schwüre vergeſſe! O Seid, v mein Bruder! Du hörſt mich! Du hörſt mich! Ich habe geſprochen!..

Muſtapha warf noch einen letzten Blick auf den Mann, den er ſo ſehr geliebt, und entfernte ſich aus der Moſchee, ohne ein Wort, eine Geberde ferner hinzuzufügen.

Seine einzige Sorge war von jetzt an, nichts zu unterlaſſen, um die Spuren der Mörder auf ihrer Flucht aufzufinden, und er verſprach eine Belohnung von 20 Beuteln Jedem, der ihm die erſten Anzeigen über den Ort ihres Aufenthaltes geben könnte. Während dieſer Nachforſchungen hielt er ſich im Hauſe Sereski's, eines reichen Armeniers, auf, wo er gewöhnlich während ſeiner Anweſenheit in Mielnik wohnte, zog ſich in ſeine innerſten Gemächer

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