Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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deſſen, den ein Ehrenmann Vater nennt, wirklich zur Ungebühr befleckt, ſo wird, ſo wahr ich Oberſt eines tüchtigen Küraſſierregi⸗ ments bin, die Schande auf den zurückfallen, der es gethan.

Nun, Freund Schloßverwalter, redete er den Zurückkommen⸗ den an,wie ſteht es mit der Juſtiz?

Das Gericht iſt beiſammen, erwiderte dieſer, ſich ehrerbietig neigend,und eben wird der Beklagte vorgeführt.

Nur der oberſte Richter fehlt noch, ſprach Raymund;er wird aber erſcheinen. Zuvor indeß liegt etwas Anderes mir ob. In welchem Gewahrſam befindet ſich des Freiſaſſen Wittwe? Den Mann kann ich ihr nicht wiedergeben, doch führ' ich den Sohn ihr zu.

Den Sohn? fragte der Verwalter verwundert.Ja, meiner Treu', das iſt ja der tüchtige junge Burſche, der lieber mit der Schweſter Haus und Hof und Land verließ, als ſie. Vergebt, Herr Wachtmeiſter, oder was Ihr ſeid, aus Euch iſt ein ganzer Mann geworden, und Ihr ſtehet nicht niedrig in des Kaiſers Dienſt. Was wird das die gute Mutter tröſten; der Grafſchaft kommt der Vater zurück, und der Mutter der Sohn. Ja, ja, das iſt ein Tag, der wohl manchen Verrückten geſcheit machen wird und manchen Geſcheiten verrückt.

Der Graf ſagte nach einigem Beſinnen:Ich fürchte, meine Abweſenheit hat viel Böſes veranlaßt; es iſt daher billig, daß, wo es gutmachen gilt, ich gegenwärtig ſei in Perſon. Die Zeit drängt, drum eilet, Kaſtellan, einen der Diener in aller Stille zu wecken, daß er mich führe.

Da ſtand der Greis wieder unſchlüſſig, wie bei den frühern Befehlen, und ſchaute zu Boden; der fürſtliche Oberſtwachtmeiſter aber rief vorlaut:Was gilt es, auch das lebendige Inventarium hat der geſtrenge Herr Schöſſer im Verſchluß?

Das nun wohl nicht, Durchlauchtigſter, verſetzte der ehrliche Alte,aber ich möchte gern meinen Herrn ſelbſt begleiten bei ſei⸗