Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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ſchönen Damen in Wien, zu Gericht zu ſitzen, und vor allen Dingen die böſen Geiſter, welche ihr Weſen hier treiben, zu bannen, ſie heißen nun wie ſie wollen. Geh', Alter, und ſieh' nach, wie weit es iſt mit dieſem hochpreislichen Gericht. Doch ſchweig von meinem Hierſein, ich befehl' es Dir an.

Als der Kaſtellan das Zimmer verlaſſen hatte, trat der junge Küraſſier vor, legte die Hand an den Helm und ſprach:Mein hochgebietender Oberſt und Herr, ich bitte

Ihr habt Recht, braver Wachtmeiſter, fiel dieſer ein,die ältere Unbill geht der neuern voran. Es war wohl meine Abſicht, mich hier nicht unmittelbar in das Treiben der Juſtiz zu miſchen, da dies aber, wie ich wahrnehme, ohnedies ſchlecht genug geht, iſt daran ſchwerlich etwas zu verderben.

Wann verdürbe auch die Ausübung des heiligen Gnaden⸗ rechts etwas? fragte Wahrmann.

Saget das nicht, verſetzte der Graf mit der ihm eigenthüm⸗ lichen Würde;die Gnade eines Herrſchers, klein oder groß, iſt der Thau, der zwar die Saat gedeihen macht, aber auch dem Unkraut Wachsthum verleiht. Hier iſt jedoch der Fall anders. Ich habe niemals viel von Herenproceſſen und dergleichen gehalten; manchen verſtändigen und für fromm geachteten Mann habe ich ſehen den Kopf darüber ſchütteln und lächeln, und ich will nicht, daß man darüber lächle, was in meinem Lande vorgeht.

Uebrigens, fiel Prinz Ludwig ein,wäre es auch für ſeine hölliſche Majeſtät, als einen großen Herrn, unſchicklich, daß er ſich um ſolche Misöre bekümmere, und Mäuſe giebt es wohl ohnehin genug in dieſer höchſt ehrwürdigen Burg, um ohne des Teufels Bemühen die ganze Umgegend im Nothfall damit zu verſehen.

Was Euch betrifft, Seld, wendete der Graf ſich zu dieſem, ſo bin ich es dem wackern Reiter des Kaiſers ſchuldig, daß er ſeine Mutter in kürzeſter Zeit umarme, und iſt das Andenken