Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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nem erſten ſegensreichen Gange auf eigenem Grund und Bobden. Laſſet mich Euch führen, gnädigſter Graf, weil Ihr hier doch nicht Beſcheid wißt; laſſet mich rufen: Thuet euch auf, ihr Pfor⸗ ten, damit der Geſegnete des Herrn einziehe, weil Euch doch Niemand hier kennt.

Etwas erröthend, beſchied ihn Raymund:Ich nehme Eure Begleitung an. Und nun bonne nuit, mon Prince, legt Euch ſchlafen, und morgen denke ich Euch die Honneurs des Hauſes beſſer zu machen.

Mit nichten, bonne nuit, mon Comte, verſetzte Ludwig in ſeiner gewohnten ſcherzhaften Weiſe;ich gehe nicht zu Bette, ſondern mit Euch, Geſegneter des Herrn, obſchon der Grund und Boden in Eurem Schloßhof gar holprig und voller Gerülle iſt. Ich meinte vorhin, Ihr könntet noch ein wenig warten mit dem Regieren, nun aber kommt es mir vor, als ſei es hohe Zeit, daß Ihr damit anfangt, und ich will dabei ſein, um zu ſehen, ob es Euch eben ſo wohl anſteht, als das Commando an der Spitze Eures Regiments. Auch iſt es wohl meine Schuldigkeit, ſetzte er hinzu, die Hand freundlich auf des Wachtmeiſters Achſel legend,daß ich der Mutter desjenigen, der mein junges, und der Welt, hoff' ich, ganz unentbehrliches Leben mit ſeinem Arme gerettet hat, den meinigen gebührend präſentire, um ſie aus dem Kerker zu führen.

Geleitet von dem Greiſe, der, eine Blendlaterne in der Hand, ihnen ſtolz und freudig voranſchritt, gingen die höchſten, hohen, wackern und ehrbaren Perſonen durch die noch dämmernden Höfe der Frohnfeſte zu, außerhalb der Ringmauer des Schloſſes, aber unfern gelegen.

Die Begleitung des Kaſtellans war nicht überflüſſig. Der Frohn befand ſich ſchon im Gerichtsſaale, und ſeine Frau, deren Gemüth in der langen Ausübung eines traurigen Gewerbes eben ſo verſauert, als das ſeine verſteinert war, verweigerte, aus dem