Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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Eure Erlaucht dem alten Knaben nicht, den die Freude verwirrt macht.

Raymund erwiderte ernſt:Leider hab' ich ſchon genug gehört, was nur allzu wahr ſein mag, und weit entfernt, Euch zu zür⸗ nen, Schloßverwalter, werde ich Eures Berichts über manche Dinge bedürfen.

Dieſer ſtand eine Weile nachſinnend, dann ſagte er langſam: O, es wäre gar Vielerlei, aber mein altes Gehirn kann es nicht ſo recht faſſen, und ich würde es ſchlecht vorbringen, auch finden ſich dazu wohl geſchicktere Leute, die nun den Mund aufthun werden, den man ihnen verſchloſſen hat ſo lange. Aber Eins, Eins brennt mir auf der Seele, es betrifft ein Menſchenleben, das dieſer Tag des Heils, beſtimmt, es zu beendigen, vielleicht rettet!

Ein Menſchenleben, ſagt Ihr? verſetzte der Landesherr noch ernſter;da iſt es meine Pflicht, es Euch zu befehlen, daß Ihr ſprechet, und die Eure, mir ungeſäumt zu gehorchen.

Darauf ſprach der Alte eifrig:Nun ja, ich gehorche; hat es mir doch Der befohlen, der hier zu befehlen hat einzig und allein. Mag es auch der Schöſſer erfahren, ich mache mir nichts daraus, hab' ich doch meinen Herrn wieder, meinen wahren, eigentlichen Herrn. Hat Ihro Erlaucht etwas von dem Freiſaſſen Veit Fraſer vernommen und ſeinem Proceß? Aber wohl ſchwerlich.

Und doch hab' ich davon vernommen, antwortete Graf Ray⸗ mund nicht ohne einige Beſchämung;er iſt der Zauberei angeklagt.

Ja, war die ſchnelle Antwort,ja, angeklagt iſt er der Zauberei, und derſelben auch geſtändig, wie ſie ſprechen; aber man hat hier ſo Manchen angeklagt und überführt und doch da war der Freiſaſſe Paul Seld zum Beiſpiel(hier klirrte der Pallaſch des Wachtmeiſters in der das Gefäß umſpannenden Hand), er war ein Mann, dem Niemand Böſes nachſagte und er iſt todt, und ſeiner armen Wittwe, obſchon ſie in der Frohnfeſte ſitzt,