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und zornig empor und ſtampfte mit dem Fuße, einen flammenden Blick um ſich werfend.
Der Alte erſchrak und ſagte noch ängſtlicher:„Ich klage ja Niemand an; was ich geſagt, geſchah nur, um mich zu ercuſiren, daß ich meiner Obliegenheit ſo ſchlecht nachgekommen bin; auch bin ich ja zufrieden, denn ich tauge wenig mehr, und bitte nur um eine einzige Gnade: Eure Erlaucht wollen dem geſtrengen Herrn Schöſſer nicht wiſſen laſſen, was ich geredet, denn wenn Höchſtderſelbe wieder nach Wien reiſet, muß ich mit meiner be⸗ jahrten Frau doch noch das Schloß meiden.“
Der Graf wandte ſich und that einige Schritte, doch das Auge des Prinzen vermeidend, obgleich derſelbe, ernſter geworden, es aus Zartgefühl zu Boden ſenkte; dann ſprach er, als wolle er einen Theil ſeiner Unzufriedenheit mit ſich auf einen Andern über⸗ tragen, im Tone des Vorwurfs zu Wahrmann:„Ihr habt mir nicht Alles geſagt, Chirurg.“
„Ich habe,“ antwortete dieſer,„ich habe mich ſtreng an den Befehl Eurer Erlaucht gehalten, nur den offenbaren Eingriff in Recht und Geſetz Euch vorlegend; wußte ich doch, das ſillere. Unrecht würde dem Scharfblick des gegenwärtigen Herrn nicht ent⸗ gehen, und für ſolches iſt wohl dieſer wackere Greis ein gültigerer Zeuge, als ein fremder und viel jüngerer Mann.“
Rahmund trat an den Tiſch, füllte zwei irdene Becher, reichte den einen dem Schloßverwalter und ſprach:„Eure Geſchirre find ſchlecht, Alter, aber Euer Wein iſt gut. Die Zeiten ſind hier, glaub ich, auch ſchlecht, ſtoßet denn mit mir an auf beſſere Zeiten.“
Der Alte ſah verwundert und beſtürzt in das Angeſicht des Herrn, da er aber auf demſelben dem hellen Sonnenſchein der Milde begegnete, das Gewölk des Unmuths durchbrechend, wollte er reden, doch die Stimme verſagte ihm, er nahm mit zitternder Hand den Becher, hob das Auge empor und leerte ihn haſtig. Und während der regierende Herr und ſein Diener tranken, ſang


