Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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ſeit alter Zeit, und doch erkenne ich in demſelben nichts wieder, als höchſtens die vier Wände. Aus welcher Trödelbude hat man dieſen Plunder herbeigeholt für das Zimmer des Herrn?

Gnädigſter Herr, antwortete furchtſam der Greis,daher kommt es nicht, es kommt aus meiner geringen Wohnung und iſt das Beſte, was ich Eurer Erlaucht anbieten konnte. Dieſe Sachen waren wohl ſchön zu ihrer Zeit, fuhr er fort, ſich unwill⸗ kürlich der Redſeligkeit des Alters überlaſſend,als der hochſelige Herr Vater ſie mir verehrte, aber freilich der lange Gebrauch, und wenn man außer Stand iſt, das Alte mit Neuem zu erſetzen.

Wohin, unterbrach ihn Graf Raymund,wohin ſind die zierlichen Geräthſchaften, die ſonſt hier waren?

In des Herrn Schöſſers Verſchluß, ſagte der Alte.

Und die reichen Vorhänge, mir minder werth durch ihren Stoff, als durch ihre Stickerei von meiner Mutter Hand?

Der geſtrenge Herr Schöſſer hat ſie abnehmen laſſen, ich weiß nicht zu welchem Behuf.

Sieht es im ganzen Schloſſe ſo aus und vorzüglich in dieſem Pavillon?

Im alten Schloſſe ſind zwar einige Geräthſchaften zum Ge⸗ brauch in der Gerichtsſtube, in der Kanzlei und der Rentkammer, der Pavillon aber iſt gänzlich ausgeräumt auf des Herrn Schöſſers Befehl.

Der Landesherr ging, ſeinen Zorn gewaltſam niederdrückend, einige Male auf und nieder, dann ſprach er zu dem Oberſtwacht⸗ meiſter:Das iſt in der That ein angenehmer Aufenthalt, doch verzaget nur nicht, ehe Eure Wunde Euch geſtattet, dies Haus zu verlaſſen, ſoll es ſchon anders darin werden.

Aber theurer Vetter und Oberſt, verſetzte dieſer guter Laune, wenn ich heil werden ſoll bei Euch, ſo müſſet Ihr mich der Hungereur nicht unterwerfen, welche nicht einmal Meiſter Wahrmann

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