reichbefiederten Hut. Auf ſeiner Bruſt trug er das ſchwarze Kreuz des deutſchen Ordens, ob er gleich die Gelübde deſſelben noch nicht abgelegt, an ſeiner Seite einen gewichtigen Reiterpallaſch, neben ihm den goldnen Schlüſſel der Kämmerer, und ſchwere Stiefeln an den Füßen.
Nicht ganz ſo martialiſch war das Ausſehen des blutjungen Oberſtwachtmeiſters; er war mehr aufgeſchoßt als kräftig gewachſen, ſein von blondem Haar reichlich beſchattetes Geſicht glänzte noch im Roth und Weiß der Jugend wie ſein Auge in ihrer Fröhlich⸗ keit; er glich Einem, den noch kein Uebel getroffen und der auch für die Zukunft eben keines befürchtet, als höchſtens die Lang⸗ weile. Doch war ſeine Heiterkeit nicht geiſtlos, ſeine Redſeligkeit nicht inhaltsleer, kurz, was er noch nicht war, ſchien er werden zu können, ein wackerer Held und eine Zierde ſeines Standes. Seiner Verwundung wegen trug er eine leichtere Fußbekleidung, ſein Koller hatte etwas weniger Treſſen, als der des Andern, ihm mangelte das ſchwarze Kreuz und der Kammerherrenſchlüſſel, aber dafür glänzte an ſeiner linken Seite ein in Silber geſtickter Stern.
Der Dritte, ebenfalls ein kaiſerlicher Küraſſier, hatte keine andere Auszeichnung, als eine ſchmale ſilberne Borte am Kragen des Wamſes; er war in vollem ſoldatiſchen Anzug mit Harniſch und Kartuſche. Im Alter ſtand er zwiſchen den beiden Erſten; er war ein rüſtiger Burſch und mochte es bewieſen haben, einer tüchtigen Schmarre nach zu urtheilen, die ihm über die Stirn lief. Sein Benehmen war das eines Soldaten in Gegenwart ſei⸗ ner Offiziere, aber nicht die Ehrerbietung allein, auch eine gewiſſe Traurigkeit ſchien des jungen Kriegsmanns froher Laune einen Zügel anzulegen.— Der Vierte endlich, im ſchlichten Bürgerkleide, mit dem Bindzeug in der Buſentaſche, ſtellt uns eine Geſtalt dar, dem Leſer ſchon bekannt, und wir hoffen, befreundet.
Der hohe Offizier warf ſtirnrunzelnd einen unzufriednen Blick um ſich her und ſagte dann:„Dies Gemach iſt mir nicht fremd


