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ſo Neues, dergleichen hab' ich oft genug in Schlöſſern geſehen, wo die Krvaten gehauſ't hatten vor mir. Im Kriege wie im Frieden, und kaum ſind wir ja noch des drei Tage alten Friedens froh geworden.“
„Es iſt mir erfreulich, daß Ihr das ſo wohl aufnehmt,“ ent⸗ gegnete der Andere;„ich kann es nicht ſo ganz erträglich finden. Da es nun aber einmal ſo iſt, ſo macht es Euch bequem, ſo gut Ihr vermögt, mein tapferer Herr Oberſtwachtmeiſter. Auch Ihr,“ wendete er ſich zu den andern Beiden;„wir ſind ja hier in einem geplünderten Schloſſe, da nimmt man es nicht ſo genau. Auch müſſen wir wohl für den Reſt der Nacht Alle mit dieſem Zimmer vorlieb nehmen und mit dem anſtoßenden Schlafgemach. Ich hoffe doch,“ ſprach er zu dem Verwalter, und ſein Blick wurde wieder finſter und ſein Ton rauh,„ich hoffe, daß in dieſer wohl⸗ unterhaltenen Hofſtatt ſich einige Matratzen vorgefunden haben für mich und meine Begleiter?“— Der alte Mann verbeugte ſich ſchweigend. Die Reiſenden warfen darauf ihre Reitermäntel von ſich, und ihre Enthüllung verſtattet nun, ſie näher zu beſchauen. Der Eine, welcher ſich gehabte, als ſei er hier zu Hauſe, war ein hochgewachſener, wohlgebildeter Mann von etwa achtundzwan⸗ zig Jahren. Sein Anſehen war etwas ernſt, doch ſchien die Falte, die jetzt ſeine Stirn furchte, nicht einheimiſch an dieſer Stelle, und ſeinem unwillig aufgeworfenen Munde das Lächeln nicht fremd, ſein Antlitz, gebräunt von der Luft und Sonne, war jetzt nur regelmäßig, vielleicht aber anziehend in andern Augenblicken; ſein Weſen, jetzt rauh und herriſch, trug das bleibende Gepräge der Vornehmheit, ſeine Sprache und Geberde hielt die Mitte zwiſchen höſiſcher Zierlichkeit und der Ungebundenheit des Soldaten. Er war ein ſolcher, und obſchon er keinen Küraß trug, war ſein mit breiten goldnen Treſſen beſetztes Kollet das eines Küraſſiers; die gold und ſchwarzgemiſchte Feldbinde des Kaiſers umgab ſeine Hüf⸗ ten, und die Farben deſſelben zierten den großen zweigekrämpten,


